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25.03.2003

16:40 Uhr

Konzernumsatz um 16 Prozent gestiegen

IT-Systemhaus Bechtle übernimmt PSB

Der schwäbische Computer- und IT-Zubehör-Händler Bechtle hat die Mehrheit an dem kleineren hessischen Konkurrenten PSB übernommen und peilt in diesem Jahr einen Milliardenumsatz an.

Reuters STUTTGART. "PSB ist ein solides Unternehmen. Das passt genau", sagte Bechtle-Gründer und Vorstandschef Gerhard Schick am Dienstag in Stuttgart. Das zweitgrößte eigenständige deutsche IT-Systemhaus habe den PSB-Hauptaktionären um den Gründer Hans-Ulrich Niedner und das Management 60,2 Prozent der Anteile für 13,9 Millionen Euro in bar abgekauft und wolle den freien Aktionären ebenfalls 6,40 Euro je Aktie bieten. Damit würde die angepeilte komplette Übernahme Bechtle 23,1 Millionen Euro kosten. Schick hatte seit dem vergangenen Sommer Zukäufe angekündigt.

Der Kurs der PSB-Aktie schnellte am Dienstag um 17 Prozent auf 6,33 Euro, die Bechtle-Papiere hielten sich bei 6,51 Euro. Das Unternehmen hatte zuvor alle 700 000 zurückgekauften eigenen Aktien auf den Markt geworfen und mit dem Erlös die Übernahme zum Teil finanziert. Für 2002 will Bechtle eine stabile Dividende von 0,25 Euro je Aktie ausschütten.

Beide Firmen ergänzten sich geographisch und hätten ähnliche Unternehmenskulturen, begründete Schick die Übernahme. Zusammen mit den erwarteten 180 Millionen Euro Umsatz bei PSB peilt er im laufenden Jahr nun die Milliarden-Umsatzschwelle an und will der Nummer eins, CC Compunet, damit näher rücken. "Wir werden alles tun, um die Milliarde zu packen", sagte er.

Bechtle hatte im vergangenen Jahr den Konzern-Umsatz trotz der Flaute auf dem IT-Markt um 16 Prozent auf 751,7 Millionen Euro ausgebaut, PSB setzte rund 150 (2001: 136) Millionen Euro um. Das Ergebnis vor Steuern stieg bei Bechtle um 32 Prozent auf 19 Millionen Euro, PSB erwirtschaftete drei Millionen Euro. "Es wäre eine Enttäuschung, wenn wir das letztjährige Ergebnis nicht übertreffen könnten", sagte der Vorstandschef. Mit dem ersten Quartal 2003 sei Bechtle "nicht unzufrieden".

Weitere Übernahmen seien vorerst nicht geplant, sagte Schick weiter. Mit der Integration von PSB habe man genug zu tun.

Hinter der von der britischen Computacenter gekauften ehemalige GE-Tochter Compunet sieht sich Bechtle auf dem deutschen Markt als zweitgrößtes Systemhaus und hat sich dabei auf mittelständische Kunden spezialisiert. PSB gehört mit zehn Standorten zu den kleineren Systemhäusern, die nach Ansicht von Experten seit längerem vor der Konsolidierung stehen.

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