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27.05.2000

12:12 Uhr

Kooperation als Antwort auf Superbörse iX

Consors will bei Berliner Börse einsteigen

Die am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Online-Bank Consors will nach Information des Magazin "Der Spiegel" 10-25 % der Berliner Börse erwerben.

Reuters HAMBURG. "Der Spiegel" berichtet am Samstag vorab, Consors verhandele mit der Berliner Börse über eine enge Kooperation mit Kapitalbeteiligung. Die Börse wolle sich dabei künftig stärker auf Online-Kunden ausrichten. Die Zusammenarbeit mit der Bank solle die Ausführung und Abwicklung von Orders vereinfachen und verbilligen. Dadurch könne sich die Berliner Börse stärker auf Privatkunden spezialisieren und von der geplanten Fusionsbörse London/Frankfurt absetzen, die von Großinvestoren dominiert werde.

Das Düsseldorfer "Handelsblatt" hatte bereits am Freitag berichtet, Consors übernehme die Mehrheit an der Berliner Effektengesellschaft und an der Berliner Effektenbank. Die Unternehmen wollten eine gemeinsame Plattform für das Privatkundengeschäft aufbauen, hieß es.

Entsprechende Verträge seien unterschriftsreif. "Der Spiegel" berichtet, Consors wolle 53 % der Aktien der Effektengesellschaft für rund eine halbe Milliarde DM übernehmen. Der Großteil stamme aus dem dem Besitz von Holger Timm, dem Vorstandschef und bisherigen Hauptaktionär. Bezahlt werde die Übernahme in Aktien.

Die Nürnberger Consors, einer der führenden Discount-Broker in Europa hatte Ende März 376 000 Depotkunden und erwirtschaftete in den ersten drei Monaten des Jahres einen Vorsteuergewinn von 8,4 Mrd. DM. Die Berliner Effektengesellschaft erzielte im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 67 Millionen DM. Zur Effektengesellschaft gehört auch die Berliner Freiverkehr. Sie ist den Angaben zufolge die größte Maklerfirma in Berlin und betreut 5 000 Werte.

Durch den Kauf könne Consors die Maklergebühren für seine Kunden stark senken und sich so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Über den Einstieg bei der Effektenbank wolle Consors auch ins IPO-Geschäft und in die Vermögensverwaltung einsteigen, hieß es weiter.

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