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04.02.2003

15:45 Uhr

Kooperation mit T-Mobile wird ausgebaut

O2 kauft zusätzliche UMTS-Kapazitäten ein

Deutschlands führender Mobilfunkbetreiber T-Mobile und sein Münchner Konkurrent O2 wollen bei UMTS künftig noch enger zusammenarbeiten.

HB/dpa BONN. Eine entsprechende Vereinbarung sehe vor, dass O2 von Beginn der kommerziellen Nutzung an die Möglichkeit habe, das UMTS-Netz des Marktführers jenseits der eigenen Ausbauverpflichtung mit zu benutzen, teilte die Telekom-Tochter am Dienstag in Bonn mit. Hierfür kassiert das Bonner Unternehmen im Jahr 2003 eine Summe von 210 Millionen Euro.

Mit der Kooperation werde O2 in die Lage versetzt, seinen Kunden schneller und in einem größeren geographischen Umfang UMTS-Dienste zur Verfügung zu stellen. T-Mobile-Geschäftsführer Timotheus Höttges begrüßte die Vereinbarung: "Noch vor dem eigentlichen Netzstart können wir so Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe verzeichnen".

Die Anbieter müssen laut Lizenzbedingungen bis Ende 2003 mit ihren Netzen jeweils 25 Prozent der Bevölkerung abdecken. Wird diese Verpflichtung nicht erfüllt, fällt die UMTS-Lizenz an die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post zurück. Ein T Mobile-Sprecher - betonte, dass sich die Abmachung nur auf Gebiete jenseits der vorgeschriebenen 25 Prozent Netzabdeckung bezieht.

O2 ist eine Tochtergesellschaft der britischen MMO2 und der kleinste unter den vier deutschen Mobilfunkbetreibern. Bis Ende vergangenen Jahres kam das Unternehmen auf knapp 4,6 Millionen Kunden. Das war eine Millionen mehr als im Vorjahr. In den nächsten Jahren will O2 von den Kundenzahlen den Konkurrenten E-Plus (gut 7 Mio Kunden) übertrumpfen und zur Nummer drei aufsteigen.

T-Mobile hatte bereits im Sommer 2001 mit O2, die damals Viag Interkom hieß, eine Vereinbarung zum Aufbau der UMTS-Netze geschlossen. Darüber hinaus besteht zwischen beiden Unternehmen ein so genanntes Roaming-Abkommen. Danach werden O2-Handy-Gespräche in jenen Gebieten über das T-Mobile-Netz weitergeleitet, in welchen O2 kein eigenes Netz hat. Die Kooperation gilt nur für die beiden deutschen Betreiber und nicht für Mmo2 und T-Mobile UK in Großbritannien.

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