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15.06.2000

14:15 Uhr

Kooperation von Ixos, HypoVereinsbank und Mannesmann startet im vierten Quartal mit Pilotprojekt

Bank, Softwareanbieter und Telekommunikationskonzern wollen "Internet-Safe" entwickeln

HypoVereinsbank, Mannesmann und Ixos Software wollen die Abwicklung von Geschäften im Internet sicherer machen.

Reuters MÜNCHEN. In ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen memIQ AG wollten die drei Firmen in den kommenden zwei Jahren zu gleichen Teilen insgesamt 60 Mill. DM investieren, teilten Ixos und die HVB am Donnerstag in München mit. MemIQ werde vor allem für Privatkunden die elektronische Archivierung von Dokumenten im Internet anbieten, hieß es. Der Pilotbetrieb mit ausgewählten Nutzern soll im vierten Quartal aufgenommen werden, im Frühjahr geht memIQ offiziell an den Markt.

Digitale Dokumente können rechtskräftig archiviert werden

In dem elektronischen Archiv können digitale Dokumente wie Rechnungen, Kontoauszüge oder Verträge so eingestellt werden, dass sie rechtlich bindend sind. Die Daten werden verschlüsselt, so dass die Dokumente von Dritten nicht gelesen werden können.
Unternehmen könnten mit memIQ Kosten sparen, indem sie Auszüge, Rechnungen und andere Dokumente, die bisher per Post versandt wurden, digital in das Archiv einstellten. Dies vereinfache bei Massensendungen zudem die Abläufe. Ein Vorteil für den Kunden sei, dass er bei Unstimmigkeiten um eine Bestellung im Internet künftig seine Position belegen könne, betonte die HypoVereinsbank. Rechnungen könnten auch direkt im Internet bezahlt werden. Zudem habe der Nutzer von jedem Ort der Welt Zugriff auf seine Unterlagen.

MemIQ solle seine Aktivitäten rasch über ganz Europa ausdehnen, hieß es. Die Chancen des elektronischen Archivs seien hoch einzuschätzen. Die Unternehmen rechneten mit einer Verzehnfachung der Internet-Verkaufsumsätze in Europa auf 17 Mrd.&nsbsp;$ (35 Mill. DM) bis zum Jahr 2003. Allein 50 bis 70 % der Unternehmen stellten in wenigen Jahren Rechnungen nur noch per E-Mail.

Die HypoVereinsbank wertet die Gründung von memIQ als einen weiteren Schritt ihrer Internet-Strategie. Die Bank hatte im April angekündigt, in diesem Jahr 250 Mill. Euro (fast 500 Mill. DM) für ihre Positionierung im Internet ausgeben zu wollen. HVB-Vorstand Eberhard Rauch sagte, die Archiv-Anwendung sei der "praktische Durchbruch zu mehr Rechtssicherheit im Internet". Dies werde die Akzeptanz durch die Verbraucher und die Nutzung des elektronischen Einkaufs im Internet erheblich voranbringen. Ein Sprecher der Bank sagte, konkrete Börsenpläne für memIQ AG gebe es noch nicht.



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