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11.07.2000

12:30 Uhr

Kopierschutz fehlt

Panne beim Druck der 100-Euro-Noten - Euro soll trotzdem pünktlich kommen

Von der Europäischen Zentralbank könnte Neudruck der 100-Euro-Noten angeordnet werden.

vwd FRANKFURT. Beim Druck der 100-Euro-Banknote durch die private Sicherheitsdruckerei Giesecke & Devrient in München ist es aus noch ungeklärten Umständen zu einer Panne gekommen. Sie würde im schlimmsten Fall ein halbes Jahr Druckarbeit und mehr kosten und - vorsichtig gerechnet - eine Einbuße von 65 Mill. DM bedeuten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in der Dienstagausgabe. Es geht dabei um Probleme im Zusammenhang mit dem Kopierschutz und zwar um die unter dem Namen Omron-Effekt bekannte Kopiersperre. Dieses Sicherheitselement ist in moderne Banknoten eingearbeitet, aber bei den infrage stehenden 100-Euro-Noten wohl nicht richtig.

Der Defekt wurde erst entdeckt, nachdem ein großer Teil der bestellten 325 Millionen Banknoten des Wertes 100 Euro von der Druckerei bereits ausgeliefert worden war. Wie es zu dieser Panne kommen konnte, ist derzeit Gegenstand von Untersuchungen. Peter Walter von der Hauptkasse der Deutschen Bundesbank verweigert unter Hinweis auf Geheimhaltung nähere Angaben zu Art und Umfang des Problems. Im Extremfall könnte von der Europäischen Zentralbank der Neudruck der 100-Euro-Noten angeordnet werden.



Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vor übertriebener Aufregung gewarnt. Der Euro werde in jedem Fall pünktlich und fälschungssicher zum 1. Januar 2002 in den elf Mitgliedsländern der Währungsunion in Umlauf gebracht, versicherte EZB-Sprecherin Regina Schüller am Dienstag in Frankfurt. «Wir sind im Zeitplan. Es werden auch keine Banknoten ausgegeben, die nicht den vereinbarten Qualitätsstandards entsprechen», sagte sie.

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