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16.01.2001

09:34 Uhr

KPN will mittelfristig einen A-Status erlangen

S&P senkt Kredit-Einstufung für KPN

Wie die Agentur am Montag in London mitteilte, ist der Ausblick "negativ", wobei die kurzfristige Bewertung der Kreditwürdigkeit auf "A-2" unverändert bleibt.

dpa/afx LONDON. Die Herabstufung reflektiere die Erwartung der Experten, dass KPN kurz- bis mittelfristig nicht in der Lage sein wird, den Netto-Verschuldung im Vergleich zum Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) auf ein Niveau zu bringen, welches einer "A"-Einstufung entspreche. Um wieder auf in die "A"-Kategorie zu kommen, müsse KPN bis Ende 2001 die Netto-Verschuldung auf den 3,5 fachen EBITDA-Wert senken.

Ein Grund für die Herabstufung sei vor allem die geringeren Einnahmen durch die Ende vergangenen Jahres durchgeführten Kapitalerhöhung. Durch das negative Marktumfeld für Telekomwerte, sei es dem Unternehmen nicht gelungen das geplante Kapital über den Aktienmarkt einzusammeln. Durch das angespannte Börsenumfeld sei es darüber hinaus schwieriger den angekündigten Verkauf von Unternehmenssparten voranzutreiben. Der steigende Konkurrenzdruck auf dem deutschen Mobilfunkmarkt, in Verbindung mit sinkenden Margen, deute ebenfalls auf kaum steigende Einnahmen für die KPN-Tochter e-plus.

KPN halte an dem Ziel fest, mittelfristig einen A-Status zu erlangen, teilte der Unternehmensvorstand am Montagabend als Reaktion auf S&P-Herabstufung mit. Demnach sei ein Programm zur Verbesserung der Bilanzzahlung in der Ausarbeitung. Dazu gehöre der Verkauf des irischen Unternehmens Eircell und dem kontinuierlichen Verkauf von Nicht-Kerngeschäftsfeldern. Die durch die Herabstufung entsehenden zusätzlichen Schuldenkosten bezifferte KPN auf jährlich rund 15. Mill. Euro.

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