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30.01.2002

17:05 Uhr

Kranke Zellen werden erkannt und behandelt

Nanokapseln beseitigen Strahlenschäden

Amerikanische Wissenschaftler der University of Texas wollen mit speziellen Nanokapseln bei Astronauten das Risiko von Strahlenschäden senken.

wsa HOUSTON. In dem Projekt, das von der Nasa finanziert wird, sollen Kapseln entwickelt werden, die geschädigte Zellen im Körper erkennen und mit Enzymen heilen oder abtöten, bevor Krebs entstehen kann. Durch die hochenergetische Strahlung im All kann das Erbgut in den Zellen leicht geschädigt werden. Solche Zellen produzieren einen Marker einer speziellen Proteinklasse. Damit ruft die Zelle quasi das Immunsystem um Hilfe. Zusätzlich zur körpereigenen Abwehr sollen nun Nanokapseln mit speziellen Molekülen an der Oberfläche der Zelle an diese Marker ankoppeln. Je nach Grad der Schädigung könnten so DNS-heilende Enzyme in die Zelle eingeführt oder der gezielte Zelltod eingeleitet werden. Beide Prozesse können die Bildung von unkontrollierten Zellwucherungen und Krebs verhindern.

Neben dieser heilenden Wirkung wollen die Forscher mit den Nanokapseln auch eine Art Frühwarnsystem entwickeln. Mitgeführte fluoreszierende Moleküle könnten nach dem Andocken an eine kranke Zelle in verschiedenen Farben leuchten. Ohne aufwendige Diagnose könnte ein Blick auf die Netzhaut des Astronauten zeigen, in welchem Zustand seine Zellen sind und ob eine intensivere Behandlung sinnvoll wäre.

Nach Aussage der Forscher existierten bereits alle einzelnen Komponenten für diese warnenden und heilenden Nanokapseln. Nun komme es drauf an, Enzyme, Nanopartikel und Fluoreszenz-Moleküle miteinander zu verknüpfen.

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