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18.02.2002

19:00 Uhr

Krise im Halbleitergeschäft

Philips dehnt Kurzarbeit für Chipwerk aus

Die Philips GmbH, Hamburg, bekommt in Deutschland die Krise im Halbleiter- und Elektronikgeschäft auch in 2002 weiter hart zu spüren und plant weitere Kosteneinsparungen.

lip HAMBURG. Die nach den USA zweitgrößte Tochtergesellschaft des niederländischen Technologiekonzerns Royal Philips Electronics, Eindhoven, will für 700 ihrer 3 000 Mitarbeiter bei der Halbleitertochter Philips Semiconductors die bereits seit November vergangenen Jahres laufende Kurzarbeit nun bis Ende Juni verlängern.

Ursprünglich sollte die Maßnahme bereits Ende diesen Monats auslaufen, die bislang für etwas mehr als 1 000 Mitarbeiter galt. "Wir werden in den nächsten Tagen entscheiden, ob wir dem Plan der Konzernführung zustimmen, wenn wir die jüngsten Geschäftszahlen gesehen haben", erklärte ein Betriebsratsmitglied von Philips Semiconductors dem Handelsblatt.

Mit einer Verlängerung der Kurzarbeit will die deutsche Philips-Tochter Stellenstreichungen vermeiden. "Unser Ziel ist es, hierdurch keine Arbeitsplätze in der Halbleitersparte abzubauen", erklärte ein Firmensprecher. In der Muttergesellschaft überwiegen hingegen die Molltöne: Erst Anfang diesen Monats hatte der Konzernchef Gerard Kleisterlee erklärt, dass im laufenden Geschäftsjahr rund 3 000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz räumen müssen. Ein Grund hierfür war der Rekordverlust im vergangenen Geschäftsjahr von 2,6 Mrd. ?. Rund 12 000 Stellen wurden in den vergangenen Jahren bereits abgebaut.

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