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18.01.2002

12:47 Uhr

Kritik seitens der HP-Aktionärsfamilien

HP und Compaq warten auf Montis Ja

Das Schicksal der geplanten 25-Mrd.$-Fusion zwischen den beiden US Compaq Computer Corp, -Unternehmen Houston, und Hewlett Packard Co (HP), Palo Alto, könnte sich in Europa entscheiden. Anwälten in Brüssel zufolge wird die Entscheidung knapp ausfallen.

Quelle: Handelsblatt

vwd BRÜSSEL. Die Fusion zwischen den beiden Computer-Herstellern sieht sich der starken Kritik der Aktionärsfamilien von HP gegenüber. Da HP ihre Aktionäre erst nach der europäischen Zulassung über das Zusammengehen abstimmen lässt, wird die Brüsseler Entscheidung einigen Einfluss auf die Stimmung in den USA haben. Eine sofortige Zustimmung des europäischen Wettbewerbskommissars würde es den Befürwortern der Fusion leichter machen. Sollte Brüssel hingegen mehr Zeit für die Entscheidung fordern, würde dies bei einigen Aktionären den Eindrück erwecken, es gäbe ein Problem, sagt J.P. Morgan Analyst Daniel Kunstler.

Auf den ersten Blick erscheint das Zusammengehen von HP und Compaq für den europäischen Markt unkritisch. Im Bereich Desktop-PC und Labtops würden HP und Compaq nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens International Data Corp, London, zusammen 25 % des Marktes kontrollieren. Dies sei zu gering, um die Besorgnis der Wettbewerbshüter zu erregen, sagen Beobachter.

Anders sieht es auf dem Server-Martk aus. Derzeit liegt Compaq auf dem europäischen Server-Markt auf Platz zwei, HP belegt den dritten Platz. Die "New HP" würde zum größten Server-Hersteller in Europa aufsteigen, vor International Business Machines Corp (IBM) und Sun Microsystems Inc. Ein Marktanteil von 35 % reiche an das Niveau heran, auf dem Monti und seine Kollegen nachdenklich würden, meinen Beobachter. Gleichzeitig könnte die "New HP" auf dem Beratungs- und Wartungsmarkt für Server ein Gegengewicht zu IBM bilden, was wiederum für die Fusion spräche.

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