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12.02.2002

15:34 Uhr

Kritik von Konsumentenschutzverbänden

Italien will BSE-Steuer einführen

Italien will eine BSE-Steuer auf Rindfleisch einführen. Durch die Abgabe könnten die BSE-Forschung gefördert, Qualitätskontrollen verbessert und die von der BSE-Krise stark in Mitleidenschaft gezogenen Viehzüchter aktiv unterstützt werden, teilte Italiens Landwirtschaftsminister Gianni Alemanno mit.

vwd/apa ROM. Die Steuer sei notwendig geworden, weil die Regierung wegen der Sparmaßnahmen keine weiteren Mittel zur Unterstützung der Tierzüchter bereitstellen könne. Eine Steuer von fünf EUR-Cent/kg Rindfleisch würde Einnahmen in Höhe von 67 Mill. Euro ermöglichen.

Der Plan des Ministers wurde von den italienischen Konsumentenschutzverbänden scharf kritisiert. Man könne die Verbraucher für die hohen Kosten der Qualitätskontrollen nicht aufkommen lassen. Anderer Ansicht waren die Tierzüchterbände: Jede Initiative zu Gunsten der stark belasteten Branche sei willkommen. Die Tierzüchter befürchten einen weiteren starken Konsumrückgang von Fleisch, nachdem das italienische Gesundheitsministerium vergangene Woche den ersten Verdachtsfall der mit der Rinderseuche BSE verwandten Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) gemeldet hatte.

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