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29.01.2003

19:15 Uhr

Künftiger Lufthansa-Chef wagt keinen Ausblick

Weiteres schwieriges Jahr für Fluggesellschaften

Der Luftfahrtindustrie steht nach den Worten von Lufthansa-Vizechef Wolfgang Mayrhuber auch 2003 weltweit ein schwieriges Jahr bevor. Der künftige Lufthansa-Chef bekräftigte die Gewinnprognose für das vergangene Jahr, wollte für 2003 aber keinen Ausblick wagen.

Reuters NEU DELHI. "2002 war ein schwieriges Jahr für die Luftfahrtindustrie und 2003 wird ebenso nicht einfach", sagte Mayrhuber am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Mit den Überkapazitäten fertig zu werden sei entscheidend, um in der kapitalintensiven Branche bei sinkender Nachfrage die Margen stabil zu halten. "Es ist nicht einfach, Kosten und Qualität im Griff zu behalten. Die Rendite in der Luftfahrtindustrie ist allgemein rückläufig, aber unsere hat nicht so stark gelitten, weil wir unsere Kapazität im Griff haben", sagte Mayrhuber.

Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley hatte in der vergangenen Woche gesagt, er sehe den operativen Gewinn für Lufthansa 2003 nicht über den für das vergangene Jahr erwarteten 750 Millionen Euro. Mayrhuber wird im Juni Jürgen Weber als Vorstandschef ablösen. Asien ist für Lufthansa ein wachsender Markt. Die Fluggesellschaft fliegt im Vergleich zu europäischen Konkurrenten den Kontinent am häufigsten an und hat die höchste Kapazität. Im April sollen drei neue Flugverbindungen zwischen Deutschland und Indien aufgenommen werden.

Die Lufthansa-Aktien sind in den vergangenen Tagen nach einer Reihe von Herabstufungen durch Analysten unter Druck geraten. Der laufende Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi sowie ein möglicher Irak-Krieg und damit befürchtete weitere Einbußen in der Luftfahrtindustrie belasten das Papier außerdem. Am Mittwoch fielen die Aktien zeitweise um 3,6 Prozent auf ein neues Zwölf-Monats-Tief bei 8,06 Euro. Am Nachmittag lagen die Titel noch mit knapp einem Prozent im Minus bei 8,28 Euro.

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