Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2002

19:00 Uhr

Kursbarometer gehen knapp behauptet aus der Vorwoche – Schlechte Vorzeichen von der Nasdaq

Neuer Markt wartet auf Zahlen der Internet-Größen

VonANNA TRÖMEL

In dieser Woche werden die Internetpioniere Ebay und Yahoo Einblick in die gegenwärtige Verfassung der New Economy geben. Vor der Veröffentlichung ihrer Zahlen für das vierte Quartal wollte am Neuen Markt zum Wochenschluss kaum jemand ein Risiko eingehen.

FRANKFURT/M. Mit Spannung warten die Anleger am Neuen Markt in diesen Tagen auf die Nachrichten von den Internetpionieren Ebay, Yahoo und Amazon. Haben die drei US-Unternehmen Gutes vom Schlussquartal 2001 zu berichten, könnte dies die jüngste Kurs-Renaissance der Internetwerte am Neuen Markt stützen. Seit dem Rekordtief am 21. September hat ihr Branchenindex sich nahezu verdoppelt. Ein Großteil dieser Erholung geht auf das Konto des Schwergewichts T-Online. Obwohl das Papier schon wieder unter den Höchstständen notiert und auch am Freitag 0,5 % abgab, liegt der Kurs mit 12,75 Euro doch immer noch 10 % höher als zu Jahresbeginn. Auch United Internet hat sich weit von den Tiefstständen gelöst und notiert inzwischen schon wieder in etwa auf dem Vorjahresniveau. Am Freitag zeigte sich der Titel im Aufwind: Er kletterte um 6 % auf 6,50 Euro. Ihre auf die Online-Werbevermarktung beziehungsweise die Stellenvermittlung im Internet spezialisierten Beteiligungen Adlink und Jobpilot legten jeweils um gut 5 % zu.

Insgesamt blieb die Stimmung am Neuen Markt zum Wochenausklang jedoch gedämpft. Lange Zeit im Minus, schlossen die Kursbarometer immerhin knapp behauptet. Der Nemax verabschiedete sich mit einem Aufschlag von 0,1 % auf 1 279 Zähler ins Wochenende. Der Nemax 50 schloss nahezu unverändert bei 1 247 Punkten. Keine freundlichen Impulse für die neue Woche kommen aus den USA: Die Rede des Notenbankchefs Alan Greenspans zog die Technologiebörse Nasdaq ins Minus.

Zu den Verlierern zählte die Update Software AG. Der Kurs, der am Vortag von der Nachricht profitiert hatte, dass das österreichische Unternehmen seine Planzahlen für 2001 wohl erreicht hat, litt zum Wochenschluss unter Gewinnmitnahmen und rutschte um 5 % auf 1,47 Euro. Fragt sich, wer da Gewinne mitgenommen hat: Einen Tag nach den guten Nachrichten lief nämlich auch die beim Börsengang vereinbarte Haltefrist für gut 5 % Unternehmensanteile aus.

Die Augusta-Aktie setzte ihren Höhenflug mit einem Plus von 6 % auf 8,35 Euro fort. Seit Jahresbeginn hat das Papier sich um fast ein Drittel verteuert. Händler brachten den jüngsten Anstieg mit einem Brief an die Aktionäre in Zusammenhang. Darin zeichnet Vorstandschef Axel Haas ein positives Bild für 2002. Bei einem Umsatzanstieg um rund 16 Mill. Euro auf 296 Mill. Euro erwartet die Beteiligungsgesellschaft für 2002 ein Ergebniswachstum vor Zinsen und Steuern (Ebit) von gut 15 Mill. Euro auf knapp 23 Mill. Euro. Im Sog der Mutter legten auch die Papiere der Hamburger Augusta-Beteiligung Pandatel AG zu. Ihre Papiere gingen mit einem Kursplus von knapp 3 % auf 11,51 Euro aus der Woche.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×