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01.01.2008

14:07 Uhr

Kurz vor den Vorwahlen

Obama liegt in Iowa vor Clinton

Jetzt wird es ernst: Die Vorwahlen in den USA starten. Bei der ersten Station im Bundesstaat Iowa fällt eine Entscheidung mit Signalwirkung. Und aktuellen Umfragen zufolge könnte es bei den Demokraten eine dicke Überraschung geben.

Der Vorwahl-Marathon beginnt. Bei den Demokraten heißt es: Hillary Clinton gegen Barack Obama. Foto: ap ap

Der Vorwahl-Marathon beginnt. Bei den Demokraten heißt es: Hillary Clinton gegen Barack Obama. Foto: ap

HB DES MOINES. Rückschlag für Hillary Clinton, Rückenwind für Barack Obama. Monatelang schien es, als würde Clinton die Nase klar vor ihrem demokratischen Konkurrenten haben. Doch in der entscheideneden Phase vor der ersten Vorwahl in Iowa am 3. Januar liegt Barack Obama in diesem Bundesstaat nach einer Umfrage vorn. In anderen Staaten sind die beiden Präsidentschaftshoffungen der Demokraten mittlerweile gleich auf.

Eine Umfrage der Zeitung „Des Moines Register“ ergab, dass Obama dabei die größte Überzeugungskraft entwickelte. Für den Senator aus Illinois sprachen sich 32 Prozent der Befragten aus. Danach folgten Hillary Clinton mit 25 Prozent, John Edwards mit 24 Prozent und Bill Richardson mit 6 Prozent. Die Umfrage des "Des Moines Register" gilt als eine der verlässlichsten in Iowa.

Iowa ist der erste Bundesstaat, in dem die Mitglieder von Demokraten und Republikanern am Donnerstag über ihren Kandidaten für die Wahl des Präsidenten abstimmen werden.

Auch bei den Republikanern zeichnet sich demnach ein Favorit ab. Mike Huckabee hat sich offenbar die beste Ausgangsposition verschafft. Der ehemalige Gouverneur von Arkansas und baptistische Prediger kann mit einer Zustimmung von ebenfalls 32 Prozent rechnen. Danach folgen Mitt Romney (26 Prozent), John McCain (13 Prozent), Fred Thompson (9 Prozent), Ron Paul (9 Prozent) und Rudolph Giuliani (5 Prozent).

In den Vorwahlen (Primaries) sondieren beide Parteien, welcher Kandidat die größte Zustimmung hat. Die Entscheidung fällt auf Nominierungsparteitagen: Vom 25. bis 28. August kommen die Demokraten in Denver zusammen, die Republikaner folgen vom 1. bis 4. September in Minneapolis. Der Nachfolger von Präsident George W. Bush wird dann am 4. November gewählt.

Die Vorwahlserie beginnt am 3. Januar mit Wahlversammlungen im US-Staat Iowa. Bei diesen „Caucuses“ kommen Parteimitglieder und Anhänger an insgesamt 1784 Orten zusammen, um über die Bewerber zu befinden. Vor allem bei den Demokraten liefern sich die potenziellen Kandidaten seit Wochen einen erbitterten Vorwahlkampf.

Fünf Tage nach den Versammlungen in Iowa folgen Vorwahlen in New Hampshire. Der Vorwahlmarathon zieht sich bis Anfang Juni mit den letzten Abstimmungen in den Staaten New Mexiko und South Dakota hin. Eine Vorentscheidung über die Präsidentschaftskandidaten könnte aber schon am 5. Februar fallen. An diesem „Super Tuesday“ entscheiden die Wähler in rund der Hälfte der 50 US-Staaten über ihren Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei. Dazu zählen auch New York und Kalifornien, in denen die Bewerber eine große Zahl von Delegiertenstimmen für die Nominierungsparteitage gewinnen können.

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