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24.01.2003

13:15 Uhr

Kurzarbeit wird teilweise verlängert

Koenig & Bauer erwartet schlechteres Geschäft

Der weltweit drittgrößte Druckmaschinen-Hersteller Koenig & Bauer erwartet nach den Worten von Vorstandschef Reinhart Siewert wegen der anhaltenden Zeitungskrise in diesem Jahr weniger Gewinn und Umsatz.

Reuters WÜRZBURG. "Wir werden wohl nicht den Gewinn vom vergangenen Jahr erreichen. Alles andere wäre nicht ehrlich", sagte Siewert am Freitag in einem Reuters-Interview in Würzburg. Wegen der Krise am Werbe- und Zeitungsmarkt hielten sich Investoren derzeit mit Aufträgen zurück. "Die Ertragssituation wird sich verschlechtern." Beim Umsatz werde ein Rückgang im einstelligen Prozentbereich erwartet.

Das Unternehmen habe 2002 aber sein Umsatzziel von 1,25 Milliarden Euro vermutlich übertroffen. Der Umsatz habe im vergangenen Jahr wahrscheinlich bei 1,25 bis 1,3 Milliarden Euro gelegen, sagte Siewert. Das Gewinnziel von rund 50 Millionen Euro habe das in den MDax aufgestiegene Würzburger Unternehmen im vergangenen Jahr "annähernd erreicht", fügte er hinzu.

Im schwierigen Bereich der Rollenmaschinen wolle das Unternehmen daher die Kurzarbeit bis 30. September verlängern, sagte der scheidende Vorstandschef weiter. Betroffen seien rund 3000 Mitarbeiter. "Wir verhandeln noch mit dem Arbeitsamt." Auf Koenig & Bauer kämen wegen des jüngsten Tarifabschlusses sowie wegen höherer Sozialabgaben und Versicherungsprämien höhere Kosten zu, die man nicht an die Kunden weitergeben könne. Weiterhin besser laufe dagegen das Geschäft mit Bogenoffset-Maschinen.

Der 65-jährige Siewert soll im Juni altersbedingt den Vorstandsvorsitz an seinen Stellvertreter Albrecht Bolza-Schünemann abgeben, der aus der Großaktionärsfamilie kommt. Koenig&Bauer hält nach den deutschen Wettbewerbern Heidelberger Druckmaschinen und MAN Roland den dritten Rang auf dem Weltmarkt.

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