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10.01.2005

16:18 Uhr

„Fehlende Kenntnisse der Anleger über Investmentfonds sind der mit Abstand am häufigsten genannte Grund für die aktuell relativ niedrige Bedeutung von Fonds in der privaten Altersvorsorge“, so das Ergebnis einer umfangreichen Umfrage von Feri Trust. Außerdem hat man herausgefunden: „Für erfahrene Anleger stellen Investmentfonds eines der wichtigsten Instrumente für die private Altersvorsorge dar.“ Legen wir einmal Kriterien wie Performance und Rendite unserer Kapitalanlagegesellschaften und deren Konkurrenz (Versicherungen) in die Schublade: Die Feri-Studie ist ein weiterer Mosaikstein im düsteren Gesamtbild „Die Deutschen und ihr Finanzwissen“.

Deshalb sei mein Appell bekräftigt, möglichst rasch, laut und breit über alle Kapitalmärkte und ihre Chancen und Risiken aufzuklären. Dieser richtet sich an die Anbieter, Vermittler und Medien. Gleichzeitig sind aber die Anleger selbst aufgefordert, den Märkten auch nach noch so schmerzlichen Enttäuschungen nicht einfach den Rücken zuzukehren, sondern sich vor dem Geldanlegen ähnlich gut zu informieren wie vor dem Geldausgeben. Die Zeit ist reif, dort noch einmal zu beginnen, wo die Privatisierung der Deutschen Telekom zum Meilenstein für den Weg in eine deutsche Wertpapierkultur (man könnte auch von Aktien- oder von Anlagekultur sprechen) werden sollte – Mitte der 90er Jahre. Deshalb sollten sich die institutionellen und gesetzgeberischen Kräfte nicht länger vorwiegend dem Anlegerschutz widmen (und den Paragrafendschungel verdichten), sondern durch Wissensvermittlung den kritischen Anleger fördern.

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