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19.02.2004

12:19 Uhr

Kutzer´s Corner

Daimler? Für die Garage

VonHermann Kutzer, handelsblatt

„Wir werden den Ertrag und den Wert des Unternehmens im Interesse unserer Aktionäre steigern.“ Dies ist nur eines der Versprechen, die 1998 anläßlich der Hochzeit von Daimler-Benz und Chrysler abgegeben wurden. Was daraus geworden ist, wissen Sie!

Quelle: Handelsblatt

Seither gibt es zynische Börsensprüche, wie: „Lieber einen Mercedes in der Garage als eine Daimler im Depot“ oder „Porsche fürs Depot, Daimler für die Garage“. Und Jürgen Schrempp, der Konzernchef, kann noch so viel Optimismus mit Blick auf die kommenden Produkte des amerikanischen Sorgenkinds Chrysler verbreiten – viele Börsenexperten wünschen sich eine Trennung dieser unglücklichen Firmenehe, denn ein Stuttgarter Single würde sicher mehr Freude bereiten.

Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, dass viele Unternehmensstrategen ihre Übernahme- und Fusionsentscheidungen am liebsten wieder rückgängig machen würden. Die mit wachsender Größe verbundenen Marktchancen werden oft überschätzt, die aus den Unterschieden der Firmenkulturen resultierenden Risiken unterschätzt. Die Aktionäre sollten in jedem Fall den Faktor Zeit nicht unterschätzen: Es kann Jahre dauern, bis eine Firmenehe fruchtet – wenn überhaupt. Wer will schon so lange warten? Der Daimler-Chrysler-Kurs entwickelt sich bereits seit 1999 schlechter als der Dax! Ein warnendes Beispiel für alle Anleger, die auf Fusionseffekte spekulieren.

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