Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.01.2001

10:49 Uhr

Landesregierung spricht bei Piech-Nachfolge von Spekulationen

Über den VW-Chefsessel ist noch nicht entschieden

"Wir haben einen Vorstandsvorsitzenden, der sehr erfolgreich ist. Da sein Vertrag bis Ende 2002 läuft, erübrigt sich diese Frage zurzeit", sagte ein Sprecher der Landesregierung am Dienstag in Hannover. Das Land Niedersachsen ist mit knapp einem Fünftel der Stammaktien Hauptaktionär.

dpa HANNOVER. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf Regierungskreise gemeldet, der ehemalige BMW-Manager und jetzige VW-Vorstand Bernd Pischetsrieder (52) werde Piech nachfolgen und das Amt im Frühjahr 2002 antreten. Der Wechsel werde bei der Hauptversammlung am 16. April 2002 vollzogen.

Nach Angaben der Landesregierung ist der Bericht "reine Spekulation". Pischetsrieder sei ein "hervorragender und sehr fähiger Manager", sagte der Regierungssprecher weiter. Es gebe für die Nachfolge Piechs aber auch andere Kandidaten. Der Geschäftsführer des VW-Gesamtbetriebsrates, Hans-Jürgen Uhl, sagte in einem Interview, die Diskussion um die Piech-Nachfolge sei verfrüht. "Die Entscheidung muss im Moment noch nicht getroffen werden."

Piech hatte im Dezember in einem Interview betont, insgesamt gebe es für seine Nachfolge "zwei, drei" Ernst zu nehmende Kandidaten, zu denen auch Pischetsrieder gehöre. Ein Nachfolger müsse als Qualifikation mitbringen, dass er besser sei als er. Der Volkswagen Konzern - wollte den Bericht am Montagabend nicht kommentieren. Sprecher Klaus Kocks sagte: "Wir geben zu Personalspekulationen keine Stellungnahme ab."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×