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03.08.2000

16:00 Uhr

dpa AMSTERDAM. Die Amsterdamer Börse hat sich am Donnerstag in landesweiten Zeitungsanzeigen bei jüdischen Naziopfern für ihr Verhalten im und nach dem Zweiten Weltkrieg entschuldigt. Damals sei durch fehlerhaftes Verhalten der Börse "viel unnötiges Leid" entstanden, räumt die Organisation auch im Namen ihrer inzwischen aufgelösten Vorgängerin ein.

Die Entschuldigung bezieht sich auf die Verwicklung der niederländischen Effektenhändler sowohl beim Raub jüdischer Aktien in der deutschen Besatzungszeit als auch auf die Börsen-Reaktion nach dem Krieg auf das Verlangen der Opfer nach Schadensausgleich. "Wir sind uns bewusst, dass eine Entschuldigung das Leid nicht ungeschehen machen kann, das der jüdischen Gemeinde angetan wurde", heißt es in der Erklärung.

Die Anzeige war bei der Entschädigungsregelung von Banken, Versicherungen und der Börse im Juni vereinbart worden. Als Folge der Regelung erhalten jüdische Organisationen in den Niederlanden insgesamt 314 Mill. Gulden (280 Mill. DM) Wiedergutmachung.

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