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11.02.2002

12:14 Uhr

Langer beim "Buick Invitational" ohne Chance

Olazabals spätes Geburtstagspräsent

Bernhard Langer hat nach seiner achtwöchiger Schaffenspause einen mäßigen Saisoneinstand auf der amerikanischen PGA-Tour erlebt. Nach 286 Schlägen (72+68+70+76) kam der ehrgeizige Schwabe bei der "Buick Invitational" im kalifornischen La Jolla auf Rang 39 und lag gleich elf Schläge hinter dem Sieger José Maria Olazabal.

dpa LA JOLLA/FRANKFURT/MAIN. Der Spanier feierte knapp eine Woche nach seinem 36. Geburtstag mit 275 Schlägen (71+72+67+65) seinen ersten Erfolg in Amerika seit seinem Masterssieg 1999 in Augusta.

Olazabal kassierte 648 000 $ (742 693 Euro) aus der Gesamtdotierung von 3,6 Mill. $. Langer erntete mit 14 760 $ nur "Peanuts" für sich. "Die 76 Schläge am Sonntag waren einfach ärgerlich", meinte Langer nach dem Einbruch auf dem Par 72- Südkurs im sonnigen Kalifornien. Schlaggleich war Deutschlands Vorzeigeprofi mit Olazabal von Rang elf aus auf die Schlussrunde gegangen, verlor aber Loch für Loch immer mehr den Anschluss. Sieben Bogeys und drei Birdies machten die erfolgreiche Arbeit von drei soliden Runden zuvor innerhalb von vier Stunden kaputt.

Langer hatte seit Mitte Dezember Urlaub in seiner Wahlheimat Florida gemacht, um sich vom Stress des vergangenen Jahres mit 29 Turnieren und einer Laser-Augenoperation im Januar zu erholen. Zwei Turniersiege und 10 Top-Ten-Platzierungen forderten ihren Tribut. Im Alter von 44 Jahren gehört Langer schon zu den Senioren auf der Tour und muss seine Kräfte im 27. Jahr seiner Profi-Karriere immer besser einteilen. Bis nach den "Masters" im April wird Langer in Amerika versuchen, in der Weltrangliste weiter nach oben zu klettern. Laut Turnierplan startet er in Europa erst am 4. Juli in Dublin. Noch hat Langer seine Meldung für die "Deutsche Bank - SAP Open" über Pfingsten in St. Leon-Rot bei Heidelberg nicht bestätigt.

Auch der Weltranglisten-Erste Tiger Woods lieferte wie Olazabal den begeisterten Fans mit einer 65er Runde und 278 Schlägen noch eine atemberaubende Aufholjagd. Bei seinem Sturm von Platz 69 am Freitag bis auf den geteilten Rang 5 am Sonntag zeigte Woods alle Facetten eines Ausnahmekönners. Hinter seinem väterlichen Freund DM O'Meara (276) und J. L. Lewis (276) sowie dem schlaggewaltigen BMW Open- Sieger von München, John Daly (277), erreichte der Tiger seine vorerst beste Platzierung der Saison. Mit 77 Schlägen auf der 2. Runde aber hatte er sein schlechteste Ergebnis seit Jahren abgeliefert.

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