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04.02.2002

16:46 Uhr

„Lasse mich nicht hochjubeln"

Hannawald vor Olympia die Ruhe selbst

Sven Hannawald ist vor den Olympischen Winterspielen die Ruhe selbst und sieht sich keinem Druck ausgesetzt. "Es ist ziemlich schwierig, die Form zu halten. Aber ich gehe normal in die nächsten Tage, achte darauf, dass ich mich nicht erkälte", sagte der 27-Jährige.

dpa STUTTGART. Seinen historischen Triumph bei der Vierschanzentournee, wo er als erster Springer überhaupt alle vier Springen gewann, hat Hannawald abgehakt. "Jetzt kommen wieder neue Aufgaben. Ich ruhe mich nicht auf meinen Siegen auf. Ich weiß, ich habe eine gute Form."

Die Olympia-Schanzen in Park City sind für den Hinterzartener Neuland. Im vergangenen Jahr ließen er und Martin Schmitt die Test- Wettbewerbe aus. Darin sieht Hannawald jedoch keinen Nachteil. "Es ist eine Schanze, wie jede andere. Es gibt vielleicht Unterschiede von der Luft her, aber das ist auch noch nicht bewiesen. Ich muss erstmal einen Sprung machen, um sagen zu können, was da anders ist." Trotz des Trubels um die Leistung und seine Person selbst war der Skiflug-Weltmeister auch in den vergangenen Wochen gelassen. "Ich kenne auch die andere Seite, die wird sicherlich wieder kommen. Es kann nicht sein, dass es immer so weiter geht. Ich genieße einfach den Erfolg, aber ich bewerte ihn nicht über. Ich lasse mich nicht hochjubeln", betonte Hannawald. Und: "Es gibt auch auch wieder andere Zeiten, und dann schreiben sie auch anders."

Auch seine Rolle als neues Sex-Symbol im deutschen Sport sieht Sven Hannawald gelassen, selbst wenn er wie zuletzt in der RTL- Sendung "Stern-TV" an ihn gerichtete Liebesbrief kommentieren sollte: "Das ist die spaßige Seite des Erfolgs, aber ernst nehmen tue ich das sicher nicht. Das ist die Story drum herum. Die gehört einfach dazu, und die macht auch Spaß."

Umso mehr versucht der Mädchenschwarm, sein Privatleben abzugrenzen. "Privat bleibt nach wie vor privat. Und ich rede nicht über alles. Die Tatsache, dass ich noch keine Freundin habe, führt nicht dazu, dass es zu schnell zu intim wird", betont Hannawald und fügt erleichtert hinzu: "Die Fragen drehen sich ja im wesentlichen um den Sport."

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