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14.07.2000

11:59 Uhr

Lastwagentransporte stören logistischen Prozess

Stahlindustrie kritisiert mangelnde Transportkapazität der Bahn

Wenn die Bahn ihre Transportkapazitäten nicht schnell erhöht, gerät die Stahlindustrie in eine kritische Liefersituation.

dpa DÜSSELDORF. Heftige Kritik an der mangelnden Transportkapazität der Deutschen Bahn Cargo hat die Stahlindustrie geübt. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl erklärte am Freitag in Düsseldorf, um ihre Erzeugnisse überhaupt an die Kunden zu bringen, müssten immer mehr Stahlwerke große Mengen mit Lastwagen transportieren. Dadurch würden allerdings die logistischen Prozesse erheblich gestört, da die Transportabwicklung der Stahlunternehmen stark auf den Bahntransport ausgerichtet sei. Dramatische Engpässe gäbe es vor allem bei Eisenbahnwaggons zum Verschicken von Walzblechrollen - so genannten Coils - und bei sechsachsigen Flachwagen für Brammentransporte.

Die Wirtschaftsvereinigung erinnerte daran, dass die Stahlindustrie die DB Cargo bereits Anfang des Jahres auf die sich abzeichnenden Transportengpässe hingewiesen habe. Seither sei allerdings nichts geschehen. Wegen der steigenden Nachfrage nach Stahl in den vergangenen Monaten habe die Waggonraumknappheit sogar noch weiter zugenommen. Wenn die Bahn ihre Transportkapazitäten nicht schnell drastisch erhöhe, drohe die Stahlindustrie ihren Kunden gegenüber in eine kritische Liefersituation zu geraten, erklärte die Wirtschaftsvereinigung.

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