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06.02.2001

13:10 Uhr

Laut einem Pressebericht

Breuer stößt auf scharfe Kritik in eigenen Reihen

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Rolf Breuer ist einem Pressebericht zufolge im eigenen Haus scharf in die Kritik geraten.

dpa/afx BERLIN. "Wir betreiben derzeit Schadensbegrenzung bei Daimler-Chrysler", zitiert die Tageszeitung "Die Welt" in ihrer Dienstagausgabe einen führenden Investmentbanker. Das Verhältnis zum Automobilkonzern müsse nun wieder normalisiert werden, hieß es.

Breuer hatte der Zeitung zufolge am Rande der Pressekonferenz der Deutschen Bank am Donnerstag bestätigt, dass das Finanzinstitut gemeinsam mit J.P. Morgan von DaimlerChrysler beauftragt worden sei, für den Automobilkonzern eine Verteidigungsstrategie gegen feindliche Übernahmen auszuarbeiten. Damit hatte er einem DaimlerChrysler-Sprecher widersprochen.

Wie "Die Welt" aus informierten Kreisen erfahren haben will, gebe es bisher keinen Vertrag über den Auftrag. Allerdings sei es in Investmentbanking-Kreisen üblich, ohne schriftliche Übereinkunft Industriekonzerne dabei zu beraten, wie sie ihren Aktienkurs steigern können, hieß es.

"Breuer hat Aktienkurs heruntergeredet"

Weiter werde Breuer bankintern vorgeworfen, dass er seine eher verhaltenen Ertrags- und Gewinnprognosen für das Firmenkundengeschäft und das Investmentbanking nicht mit dem Vorstand abgesprochen habe. Auch sein designierter Nachfolger Josef Ackermann, der Firmenkunden- und Investmentbank vorsteht, soll nicht informiert gewesen sein.

Zudem sehe Breuer die Zukunft der Sparte erheblich schlechter als die Analysten und die Investmentbanker. "Damit hat er den eigenen Aktienkurs heruntergeredet", zitiert das Blatt einen Banker.

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