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10.01.2001

10:56 Uhr

Laut Scharping kein Leukämie-Fall in der Bundeswehr

Scharping traf Mediziner zu Uran-Munition

Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) ist am Mittwochvormittag in Berlin zu einem Gespräch mit Wissenschaftlern und Medizinern über uranhaltige Munition zusammengekommen.

dpa BERLIN. Er will mit den Experten darüber reden, ob die leichtradioaktive Munition in Zusammenhang mit Leukämie-Erkrankungen und Todesfällen von Soldaten in anderen NATO-Ländern nach Balkan-Einsätzen stehen könnte.

Das Treffen wurde wegen der Krise im Kabinett mit den Rücktritten zweier Minister und der für den Mittag angekündigten Pressekonferenz von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zu deren Nachfolgern von drei auf knapp eine Stunde zusammengestrichen.

Scharping zufolge gibt es unter deutschen Soldaten keinen Leukämie-Fall, der mit einem Balkaneinsatz in Verbindung gebracht werden kann. Er ist aber dafür, dass alle Länder auf die leicht radioaktive Uran-Munition verzichten sollten. Deutschland will in der NATO zumindest einen vorübergehenden Stopp der umstrittenen Munition erreichen. Diese Munition solle nicht verwendet werden bis die Prüfung der Unbedenklichkeit abgeschlossen ist, hieß es.

Der NATO-Rat will sich heute ebenfalls mit Uran-Munition befassen. Die US-Streitkräfte hatten auf Bosnien und das Kosovo 31 000 solcher Geschosse abgefeuert.

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