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07.08.2000

10:25 Uhr

Leichte Gewinn- und Umsatzsteigerung

British Airways erfüllt im Quartal Analystenerwartungen

Vor Steuern verbuchte die Fluggesellschaft einschließlich Verlusten aus Verkäufen einen Fehlbetrag von 50 Mill. Pfund. Der neue Chef sieht die Fluggesellschaft auf dem Weg der Besserung.

Reuters LONDON. British Airways hat für das erste Quartal ein Ergebnis im Rahmen der Analystenerwartungen präsentiert. Der Betriebsgewinn sei im ersten Quartal um 3 % auf 97 Mill. Pfund (314 Mill. DM) gegenüber dem Vorjahr gestiegen, teilte die britische Fluggesellschaft am Montag in London mit. Analysten hatten ein Betriebsergebnis von 79 bis 126 Mill. Pfund erwartet. Der Vorsteuergewinn sei auf acht Mill. Pfund von 23 Mill. Pfund zurückgegangen. Einschließlich eines Verlustes aus Verkäufen wies das Unternehmen einen Vorsteuerfehlbetrag von 50 Mill. aus. Analysten hatten mit einem Minus von 65 Mill. bis 25 Mill. Pfund gerechnet.

Den Umsatz bezifferte die Fluggesellschaft auf 2,310 Mrd. Pfund, was einem Plus von 4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Überkapazitäten bei Nordatlantik-Flügen, hohe Kerosinpreise und Konkurrenz in Europa von Billigfliegern hatten bei British Airways im vergangenen Jahr zu einem Verlust von 244 Mill. Pfund geführt; der bisherige Chef Bob Ayling musste gehen.

Nachfolger Rod Eddington sagte, die Zahlen zeigten, dass BA noch "einen langen Weg zu gehen" habe, bevor das Unternehmen wirtschaftlich wieder gesund sei. Vor allem im Markt für teurere Flugtickets lege BA jedoch zu. Die Fluggesellschaft wird demnächst auf der Strecke zwischen London und New York eine neue Klasse einführen, die preislich zwischen Economy und Business liegt und den Reisenden vor allem mehr Platz, Telefon am Sitz und mehr Handgepäck bietet.

Zusammenschluss mit KLM längst noch nicht perfekt

Die Fusion von British Airways mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM ist nach Unternehmensangaben doch noch nicht so weit vorbereitet, wie Zeitungsartikel in den vergangenen Tagen nahelegten. "Die Gespräche werden einige Zeit brauchen", sagte Eddington am Montag in London. "Das ist eine komplexe und komplizierte Diskussion. Es wird eine Weile dauern und ich weiß, dass das Warten frustrierend sein kann."

Britische Medien hatten zuvor berichtet, die Fusionsgespräche sollten in Kürze beendet werden. KLM habe die Forderung auf eine 35-Prozent-Beteiligung an dem neuen gemeinsamen Unternehmen fallen gelassen und sei jetzt mit einem Anteil von nur noch 26 % einverstanden. Dadurch sei die Fusion gerettet. Eddington sagte dazu am Montag lediglich, es gelte vor allem schwierige kartellrechtliche Fragen zu lösen.



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