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15.02.2002

10:55 Uhr

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Lloyds steigert Gewinn und streicht 3 000 Stellen

Die Lloyds TSB Group hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr um sechs Prozent gesteigert. Die größte britische Privatbank will ihr Restrukturierungsprogramm aber ausweiten und streicht als Konsequenz daraus 2002 rund 3 000 weitere Stellen.

rtr/vwd LONDON. Die größte britische Privatkundenbank Lloyds TSB hat ihren Gewinn auf Basis des gewöhnlichen Geschäfts im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 4,462 Mrd. Pfund (rund 7,3 Mrd. ?) gesteigert. Das teilte Llodys am Freitag mit.

Das Ergebnis des Instituts lag damit am unteren Ende der Analystenprognosen, die von 4,4 bis 4,6 Mrd. Pfund reichten. Die Rückstellungen für Risikokredite stiegen nach Lloyds-Angaben - ohne Berücksichtigung des Engagements in Argentinien - im Vergleich zum Vorjahr um 28 % auf 692 Mill. Pfund. Analysten hatten hier einen höheren Anstieg von 34 % erwartet. Die Rückstellungen für Argentinien, das unter einer schweren Wirtschaftskrise leidet und derzeit seine Verbindlichkeiten nicht bedienen kann, würden um 100 Mill. Pfund erhöht, teilte Lloyds weiter mit.

Lloyds-Aktien fielen am Freitagvormittag an der Londoner Börse in einem leichteren Gesamtmarkt um 1,68 % auf 762 Pence.

Wie Lloyds weiter mitteilte, will die Bank ihr Restrukturierungsprogramm ausweiten und streicht als Konsequenz daraus 2002 rund 3 000 weitere Stellen. Der Restrukturierungsplan war zuerst im Februar 2000 veröffentlicht worden. Damals rechnete das Unternehmen mit Kosteinsparungen 2001 von 75 Mill. GBP. Die Ausweitung des Programmes soll nun zu Einsparungen von 600 Mill.$ bis 2004 führen, 190 Mill. GBP mehr als ursprünglich geplant.

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