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22.06.2000

19:00 Uhr

Dieser Freitag verspricht zu einem denkwürdigen Tag für die europäische Luft- und Raumfahrtindustrie zu werden. Wenn es so kommt, wie Branchen-Insider erwarten, wird die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg eine neue Qualität erhalten. Dasa, Aerospatiale-Matra und Casa haben bereits ihre Fusion zu EADS beschlossen und gehen am 10. Juli an die Börse. Zusammen mit BAE Systems gelang jetzt offenbar auch der Durchbruch, um den integrierten Airbus-Konzern zu gründen. Der europäische Flugzeugbauer bekommt damit Strukturen eines normalen Unternehmens, in denen ein Partner die Entscheidungen aller anderen nicht mehr ohne weiteres blockieren kann. Zwar müssen einige Beschlüsse wohl auch künftig noch im Konsens der Eigner gefasst werden. Das Airbus-Management wird seine Aufgaben aber wesentlich eigenständiger erfüllen können.

Mit der Einigung ist wohl auch die Blockade der Entwicklung des neuen Super-Airbus, des A3XX, beendet. BAE Systems hat die notwendige Zustimmung zu dem geplanten Großraumflugzeug bislang als Faustpfand genutzt, um die Airbus-Umwandlung nach seinen Vorstellungen zu beeinflussen. Den Briten ging es darum, ihren Anteil am neuen Airbus-Konzern zu erhöhen. Nach der Einigung ist der Weg für Airbus nun frei, um den europäischen Jumbo offiziell zum Kauf anzubieten.

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