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10.01.2003

20:33 Uhr

Lufthansa-Aktie zählt zu den größten Kursgewinnern

Dax schließt nach Berg- und Talfahrt unverändert

Der Deutsche Aktienindex Dax ist zum Wochenschluss auf Berg- und Talfahrt gegangen und am Ende des Handelstages minimal unter den Schlussstand des Vortages gefallen.

HB/dpa/rtr FRANKFURT. Er gab 0,01 Prozent auf 3037,33 Punkte nach. Gemischte Konjunkturdaten hatten das Auf und Ab im deutschen Standardwerte- Index verursacht. Der Nebenwerte-Index MDax gewann hingegen 1,05 Prozent auf 3106,73 Punkte dazu. Am Neuen Markt stieg der Auswahlindex Nemax 50 in den letzten Handelsminuten nach kräftigen Kursgewinnen der Lion-Bioscience-Aktie um 1,91 Prozent auf 381,07 Zähler.

Die im November überraschend stark gestiegenen Auftragseingänge in Deutschland ließen bei Börsianern vorsichtige Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft aufkommen. "Das bisherige Bild zeigt, dass alle konjunkturellen Impulse aus dem Ausland kommen", kommentierte der Analyst Jörg Lüschow von der WestLB die Auftragslage in Deutschland. Dagegen bleibe die Binnenkonjunktur weiter schwach. Ungewöhnlich viele Großaufträge aus dem Ausland hatten maßgeblich zu den gestiegenen Bestellungen beigetragen. BMW-Papiere gewannen mehr als zwei Prozent auf 29,10 Euro.

Die T-Aktie verlor bei weit überdurchschnittlichen Umsätzen 1,6 Prozent auf 13,36 Euro, nachdem die Ratingagentur Moody's die Bonitätsbewertung des hochverschuldeten Unternehmens gesenkt hatte. "Da spielt die Angst mit, der Schuldenabbau könne sich verzögern und andere Agenturen könnten ihre Bewertung ebenfalls senken", sagte ein Händler. Die Telekom teilte in Reaktion auf die Moody's-Entscheidung mit, man sei überzeugt, den Schuldenabbau wie geplant fortführen zu können.

Die Aktien der Lufthansa stiegen indes um 2,3 Prozent auf 9,56 Euro. Die Fluggesellschaft hat im Dezember wieder deutlich mehr Passagiere befördert und dabei mittlerweile fast das Niveau vor den Anschlägen vom 11. September 2001 erreicht. Zudem hatte die Investmentbank Credit Suisse First Boston das Papier auf "Neutral" von "Underperform" heraufgestuft.

Andere Händler ergänzten, auch die Einigung der Tarifparteien im öffentlichen Dienst helfe der Lufthansa-Aktie. Im nun abgewendeten Falle eines Streikes wäre an den Flughäfen auch die Lufthansa betroffen gewesen. Neben der Lufthansa verteuerten sich vor diesem Hintergrund auch die Titel des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport um gut fünf Prozent auf 17 Euro. Ferner gewannen die Titel des Touristikkonzerns TUI 4,7 Prozent auf 16,21 Euro.

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