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20.07.2000

18:23 Uhr

dpa-AFX FRANKFURT. Die Investmentbank M. M. Warburg & CO hat die im M-Dax gelistete ProSieben Media AG erneut mit "Kaufen" eingestuft. Dies teilte die Bank am Donnerstag in Hamburg mit. Auf Sicht von 12 Monaten habe das Brokerhaus für die Pro7-Aktie ein Kursziel von 160,00 Euro angesetzt.

Die ProSieben Media AG und der Fernsehsender SAT1 werden sich voraussichtlich am 22. August des laufenden Jahres rückwirkend zum Jahresanfang zusammenschließen, hieß es in der Analyse. Der neue Konzern "ProSieben SAT 1 Media AG" werde in diesem Jahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von über 400 Mill. DM erreichen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres habe die neue Gruppe einen akkumulierten Zuschaueranteil von 24% erzielt.

Mit den durch die Fusion entstehenden Syergieeffekten, einer möglichen Wandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien sowie des weiteren wachsenden TV-Werbemarktes und einer vorstellbaren europaweiten Ausrichtung des neu entstehenden Konzerns begründet das Brokerhaus ihre Einschätzung.

So kündigte das Unternehmen an, durch den Zusammenschluss jährliche Synergieeffekte von über 200 Mill. DM zu realisieren. Dies entspreche "einem Einsparpotenzial von ca. 5,4 % der gesamten Programm- und administrativen Aufwendungen im neuen Konzern", hieß es bei M. M. Warburg. Dies mache laut der M. M. Warburg-Schätzung 3,7 Mrd. DM aus.



Kirch Media wird 52,52 % an der neuen Aktiengesellschaft halten

Auch habe das Bundeskartellamt am 10. Juli des laufenden Jahres bekannt gegeben, "dass es keine Einwände gegen einen Zusammenschluss als konzerninterne Angelegenheit von Kirch" habe. Kirch Media werde als Hauptgesellschafter 52,52 % an der neuen Aktiengesellschaft halten.

Aufgrund dieser Mehrheitsverhältnisse der Kirch Media sei die Umwandlung der stimmrechtslosen Vorzugsaktien in Stammaktien möglich. Nach Ansicht von M. M. Warburg könne die Abschaffung der Vorzugsaktien in Verbindung mit einem Börsengang von Kirch Media frühestens im kommenden Jahr stattfinden.

Der TV-Werbemarkt könne mit einem höheren Wachstumspotenzial rechnen, schrieb die Bank. Der TV-Werbemarkt sei im vergangenen Jahr um 6,8 % auf 8,45 Mrd. DM gewachsen. Im laufenden Jahr erwartet das Hamburger Brokerhaus "eine überdurchschnittliche Wachstumsrate von 6,9 %", was einem Volumen von rund 9 Mrd. DM enpreche.

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