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06.01.2003

15:00 Uhr

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Märkte im Kraftfeld der Politik

Es bleibt ungeheuer spannend in der Politik. Da die Wirtschaft jetzt keinen eigenen Weg gehen, sich also nicht von den innen- wie geopolitischen Entwicklungen emanzipieren kann, werden diese auch im Fokus der Kapitalmärkte bleiben.

Wenn Sie die Tagespresse von heute und dem vergangenen Wochenende durchstöbern, dann sind Sie anschließend mit Blick auf Ihre Anlageentscheidungen wahrscheinlich genauso klug wie zuvor. Denn das, was uns bevor steht, hat ganz unterschiedliche Vorzeichen. Und ob es überhaupt so kommt, weiß kein Mensch. Dementsprechend finden Sie widersprüchliche Aussagen von Anlageexperten über die Perspektiven der Aktienmärkte.

Am Klarsten werden die amerikanischen Weichenstellungen gesehen: An einem Krieg in Nahost gibt es kaum noch Zweifel. Vorher wird George W. Bush aber noch ein Konjunkturprogramm ankündigen, das mit massiven Steuersenkungen voraussichtlich weitaus umfangreicher ausfällt als ursprünglich erwartet.

Hierzulande droht erst einmal ein Streik im öffentlichen Dienst - der käme genau zur rechten Zeit ...Tatsächlich positiv - auch für die Börse - wäre es, wenn unsere Regierung rasch weitere Korrekturen ihres wirtschaftspolitischen Kurses beschließen würde. Die SPD-Gremien diskutieren heute und morgen über neue, interessante Papiere: Ein Strategiepapier aus dem Kanzleramt plädiert für tiefgreifende Reformschritte zu mehr Wachstum und Beschäftigung; Superminister Clement will eine neue Offensive für den Mittelstand durchsetzen.

Aber: Schon vor ein paar Jahren hatte das ausgeprägt marktwirtschaftliche Schröder-Blair-Papier die Fachwelt überrascht - es verschwand rasch in der Versenkung. Papier ist nun einmal geduldig. Vielleicht sind wir am nächsten Wochenende ein wenig klüger als heute.

Alles in allem: Freundliche Tagestendenzen an den Börsen nicht überbewerten! Machen Sie?s gut - bis morgen!

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