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05.01.2001

17:20 Uhr

Märkte weiter nervös

Euro fällt

Der Euro ist am Freitag erneut unter die als psychologisch wichtig geltende Marke von 0,95 US-Dollar gefallen. Als Grund nannten Marktbeobachter den US-Arbeitsmarktbericht, der günstiger ausgefallen war als erwartet.

dpa-afx FRANKFURT. Der Euro ist am Freitag erneut unter die als psychologisch wichtig geltende Marke von 0,95 US-Dollar gefallen. Als Grund nannten Marktbeobachter den US-Arbeitsmarktbericht, der günstiger ausgefallen war als erwartet. Im Laufe des Nachmittags erholte sich die europäische Gemeinschaftswährung aber wieder und notierte um 16.15 Uhr bei 0,9520 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte den Referenzkurs auf 0,9545 (0,9458) US-Dollar. Damit war der Dollar mit 2,0491 DM billiger als am Vortag (2,0679).

Der Euro-Kurs habe direkt auf den US-Arbeitsmarktbericht reagiert, sagte Devisenanalyst Lutz Borgiel von der Vereins und Westbank - in Hamburg. Nachdem der Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, auch den Diskont-Zinssatz gesenkt habe, hätten Marktbeobachter mit ungünstigeren Arbeitsmarktzahlen gerechnet. Weil die Daten aber positiver waren, sei der Euro kurzeitig unter Druck geraten. Greenspan sei geschickt vorgegangen, meinte der Experte. "Hätte er den Diskontsatz erst nach den Arbeitsmarktdaten gesenkt, wäre die Reaktion an den Devisenmärkten nicht so gewesen." Langfristig sieht Borgiel den Euro-Kurs weiter im Aufwind. Vor dem Hintergrund, dass die US-Arbeitsmarktdaten für den Dezember im Rahmen der Erwartung ausgefallen seien, gebe es gute Aussichten für eine weiche Landung der US-Konjunktur, sagte er.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6349 (0,6326) britische Pfund, 111,22 (108,25) japanische Yen und 1,5290 (1,5217) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete im Londoner Nachmittags-Fixing 267,40 (266,95) US-Dollar.

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