Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.12.2011

10:33 Uhr

Manager des Jahres

Martin Winterkorn - Der Perfektionist

VonFranz Fehrenbach

Martin Winterkorn fordert nicht nur Präzision, er lebt sie auch. Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen hat eine Vision und kennt auch den Weg dahin. Und er besitzt vor allem eines: Glaubwürdigkeit.

VW-Chef Martin Winterkorn gilt als Perfektionist. dapd

VW-Chef Martin Winterkorn gilt als Perfektionist.

DüsseldorfDer Kunde ist König, das gilt auch in der Automobilindustrie. Doch gibt es Kunden, die kennen die Nachteile absoluter Monarchie - die verstehen sich als Partner ihrer Lieferanten.

Solch ein kooperativer König ist für uns bei Bosch Martin Winterkorn von Volkswagen. Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG ist einer, der voller Leidenschaft für die Sache brennt. Einer, der den Dingen auf den Grund geht. Einer, mit dem wir schnörkellos an den Fakten entlang diskutieren.

Es ist klar: Bosch ist ein großer Automobilzulieferer, Volkswagen ein großer Automobilhersteller - die gemeinsamen Entwicklungssitzungen jedoch sind anregende Kolloquien, und an dieser Atmosphäre hat „Wiko“, wie er bei Volkswagen mit liebevollem Respekt genannt wird, den größten Anteil. So freue ich mich, dass gerade er vom Handelsblatt zum „Manager des Jahres“ erkoren worden ist.

Laudator Franz Fehrenbach, Jahrgang 1949, ist Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch und war im vergangenen Jahr unser „Manager des Jahres“. Dem Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen, Martin Winterkorn ist er seit Jahren verbunden - geschäftlich wie persönlich. Beide streben nicht nach kurzfristigen, sondern nachhaltigen Erfolgen. ap

Laudator Franz Fehrenbach, Jahrgang 1949, ist Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch und war im vergangenen Jahr unser „Manager des Jahres“. Dem Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen, Martin Winterkorn ist er seit Jahren verbunden - geschäftlich wie persönlich. Beide streben nicht nach kurzfristigen, sondern nachhaltigen Erfolgen.

Seine Ziele sind hoch gesteckt, für manchen Skeptiker allzu hoch. Dem kann ich nur entgegenhalten: Wer in der Automobilindustrie ein ehrgeiziges Ziel ernsthaft erreichen will, muss sich auch präzise um die Details von Technik und Qualität kümmern - und Martin Winterkorn hat seinerseits die Qualität, das Kleine wie das Große im Blick behalten.

Ohnehin wäre es ein Missverständnis, wollte man die ambitionierte Strategie von Volkswagen auf einen quantitativen Wachstumspfad reduzieren. Keine Frage: Martin Winterkorn will mit Volkswagen in der Automobilindustrie nach vorn. Aber ihm geht es auch um die beste Produktqualität, um die höchste Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Vor allem strebt Winterkorn den Erfolg gleichermaßen ökologisch wie ökonomisch an.

Und Umweltschutz heißt für ihn: Technik für den Umweltschutz. Da verbindet uns viel: die Hochdruck-Dieseleinspritzung, die Benzindirekteinspritzung, der Hybridantrieb - das alles sind technische Lösungen fürs sparsame und saubere Fahren, die Bosch mit Volkswagen auf die Straße gebracht hat. Es ist die harte Arbeit an solchen Innovationen, die uns immer wieder zu Partnern macht. In einem Land wie Deutschland, das von Spitzentechnik lebt, ist es gut, dass ein Spitzentechniker wie Winterkorn „Manager des Jahres“ wird.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Mollemopp

27.12.2011, 11:58 Uhr

Alles nur Blablabla. Als VW-Fahrer im Luxussegment kann ich von hochgelobten Qualität und Präzision nichts feststellen. Die hochgelobte Zusammenarbeit mit den Zulieferern entpuppt sich in Wahrheit als Knebelverträge, die den Zulieferer teilweise kurz vor die Insolvenz stellen. Ist die Produktionskette gefährdet wird dem Zulieferer geholfen. Leben und Leben lassen, hieß es früher mal. Alles nichts mehr wert

fsm

27.12.2011, 12:42 Uhr

Es ist schon interessant zu sehen wie man in den vergangenen Wochen versucht die (nicht vorhandene) Präzision bei VW/Audi wie auch der Tochter Lamborghini hervorzuheben.
Zahlreiche Presseberichte loben die ach so tolle Qualität beider Marken.
Komischerweise sind die Foren voll von Bremsenproblemen und ähnlichen Unannehmlichkeiten bei Audi Fahrzeugen.
Und wer sich die Zeit nimmt http://www.lambounfall.de einmal komplett durchzulesen, wird schnell feststellen, dass es mit der hochgepriesenen Qualität nicht so weit her ist.
Immerhin war es Winterkorn persönlich, der die Auslieferung des aktuellen Flaggschiffes bei Lamborghini, dem Aventador, lange Zeit verzögert hat, da es immer wieder zu Qualitätsmängeln kam.
Da erscheinen mir diese Lobesberichte geradezu grotesk und ich halte das alte Sprichwort für zutreffend:

Wer sich verteidigt, klagt sich an, einer der schlimmsten Fehler, die man begehen kann.

MG

Alfred

27.12.2011, 14:29 Uhr

VW und Audi wollen mit aller Macht Marktführer werden und kaufen sich dafür auch die Gunst der Medien.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×