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14.01.2001

13:53 Uhr

Manager sollen mehr zahlen

Börse will "gläsernen Kapitalmarkt"

In der "Welt am Sonntag" versicherte Potthoff, "wir wollen den gläsernen Kapitalmarkt". Seit Jahresbeginn müssten die am Neuen Markt notierten Gesellschaften ihre Quartalsberichte in standardisierter Form und wesentlich umfangreicher als bisher veröffentlichen.

dpa BERLIN/HAMBURG Verbessert werden müsste nach seiner Ansicht die Meldepflicht für Beteiligungen an Unternehmen von mehr als fünf Prozent, die es bisher nur für den Amtlichen Handel gebe. Dies "sollte auf den Geregelten Markt und damit den Neuen Markt ausgeweitet werden", sagte Potthoff. Der Gesetzgeber nehme diese Anregung auch auf.



Der Börsensachverständige Wolfgang Gerke verlangt für Regelverstöße am Frankfurter Neuen Markt höhere Geldbußen. Das Mitglied der Börsensachverständigenkommission beim Finanzministerium sagte der "Berliner Zeitung", "die Manager müssen wissen, dass es im Ernstfall an den eigenen Geldbeutel geht. Bei Verstößen sollten wir sie stärker zur Kasse bitten". Die bereits mögliche Höchststrafe an der Börse von 100 000 Euro (knapp 196 000 DM) sollte verdoppelt werden, meinte Gerke.



Der Nürnberger Wirtschaftsprofessor sprach sich dafür aus, dem Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAW) mehr Befugnisse zu geben.

Er forderte zudem eine Reform der Börsenaufsicht. Wie nach US- Vorbild müssten die Verfahren in Frankfurt zentralisiert und das Aufsichtsamt mit größeren Befugnissen und mehr Personal ausgestattet werden. Außerdem sollte die Börse über Sanktionen für Emissionsbanken nachdenken, falls diese beim Anleger falsche Hoffnungen geweckt hätten, schlug Gerke vor.

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