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27.01.2003

08:45 Uhr

Mangold, Bischoff und Valade sollen gehen

Drei Daimler-Vorstände stehen zur Disposition

Manfred Bischoff, der im Daimler-Chrysler-Vorstand für die Beteiligung am Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS zuständig ist, soll möglicherweise nach Ablauf seines Vertrages nicht mehr der Konzernführung angehören.

Klaus Mangold. Foto: dpa

Klaus Mangold. Foto: dpa

sia FRANKFURT/M. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel gehört Bischoff neben Klaus Mangold und dem US-Amerikaner Gary Valade zu den drei Vorständen, deren Verträge wahrscheinlich nicht verlängert werden. Die Entscheidung soll laut Spiegel-Informationen in der kommenden Wochen fallen.

Ein Daimler-Chrysler-Sprecher bestätigte dem Wall Street Journal, dass sich der Aufsichtsrat zurzeit mit der Zukunft mehrerer Vorstände beschäftigt, und dass bei acht der 13 Mitglieder die Verträge zum 15. Dezember 2003 auslaufen.

Über das Ausscheiden Mangolds (59), der für die auf Finanzdienstleistungen reduzierte Dienstleistungstochter Daimler-Chrysler Services zuständig ist, wird in Branchenkreisen bereits spekuliert. Nach den jetzigen Informationen ist es wahrscheinlich.

Der für den weltweiten Einkauf zuständige US-Amerikaner Valade (61) wird den Informationen zufolge nach Ablauf seines Vertrags in den Ruhestand gehen. Im Vorstand wird offenbar diskutiert, ob es nach Valade überhaupt einen neuen Einkaufsvorstand geben soll, oder ob dieses Ressort ohne eigenen Vertreter auskommt. Valade und der für den Chrysler-Einkauf zuständige Thomas W. Sidlik sind die letzten US-Manager im Daimler-Chrysler Vorstand.

Verlängert werden den Informationen nach die Verträge des Chrysler-Sanierers Dieter Zetsche (49) und des altgedienten Finanzvorstands Manfred Gentz (61). Zwar gilt das Verhältnis zwischen Gentz und Schrempp als gespannt. Doch Gentz hat starken Rückhalt bei den Daimler-Chrysler-Großaktionären.

Mit dem Umbau des Führungsgremiums will Vorstandschef Jürgen Schrempp jüngere Führungskräfte in den Vorstand bringen. Er hatte bereits mehrmals gesagt, dass er das Gremium verjüngen will. Das Ausscheiden der Ressortleiter EADS und Services unterstreicht zudem die Konzentration auf das Autogeschäft.

Quelle: Handelsblatt

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