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31.01.2004

19:11 Uhr

Mannschaft trifft auf Gastgeber Slowenien

Deutsche Handballer erreichen EM-Finale

Die Handball-Nationalmannschaft Deutschlands greift nach dem EM-Titel. Im Halbfinale besiegten die Spieler um Bundestrainer Heiner Brand Dänemark.

HB BERLIN. Deutschlands Handballer haben das Finale der 6. Europameisterschaft in Slowenien erreicht. Zum dritten Mal in Folge greift das Team von Trainer Heiner Brand bei einem großen Turnier nach dem ersten Titel seit 26 Jahren. Der Vize-Weltmeister besiegte am Samstag dank eines erneut überragenden Keepers Henning Fritz im Halbfinale den EM-Dritten Dänemark mit 22:20 (11:11). Im Endspiel am Sonntag (17.30 Uhr/live im DSF) ist zum zweiten Mal in diesem Turnier Gastgeber Slowenien der Gegner, der sich im zweiten Halbfinale 27:25 gegen Weltmeister Kroatien durchsetzte.

363 Tage nach dem verlorenen Finale gegen die Kroaten bei der WM 2003 besiegelten Jan-Olaf Immel (7 Tore/Wallau-Massenheim) und Volker Zerbe (6/Lemgo) als beste deutsche Werfer vor 6500 Zuschauern in der «Hall Tivoli» den dritten Endspieleinzug in Serie. Vor zwei Jahren hatte das Team das EM-Finale gegen die gastgebenden Schweden verloren.

«Diese Mannschaft kann Europameister werden. Das erwarte ich jetzt», sagte Ulrich Strombach, Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB). In einer Neuauflage des EM-Halbfinals von 2002 tat sich das Brand-Team gegen die mit vier Flensburger Bundesligaprofis bestückte dänische Deckung zunächst schwer. Einzig der Kieler Torhüter Fritz und der immer treffsicher werdende Zerbe bewahrten die DHB-Auswahl nach dem 1:3 (7.) vor einem höheren Rückstand.

Positiv wirkte sich die Einwechslung der Edelreservisten Immel und Steffen Weber (Kronau-Östringen) Mitte der ersten Halbzeit aus, die dem deutschen Rückraum in Abwesenheit des verletzten Kapitäns Markus Baur (Knieoperation/Lemgo) eine höhere Durchschlagskraft verliehen.

Die Entscheidung der jederzeit ausgeglichenen Partie fiel, als der Vize-Europameister zwei Sekunden vor Schluss durch Daniel Stephan (Lemgo) den Treffer zum 22:20 Endstand erzielte. Die dritte EM-Medaille nach Bronze 1998 und Silber vor zwei Jahren hat die Brand-Sieben damit bereits sicher.

Längst vergessen scheinen vor dem dritten Finale seit 2002 die personellen Rückschläge und das drohende EM-Aus nach einem schwachen Start. Die DHB-Auswahl war mit nur einem Pluspunkt als Außenseiter und unter stetigem Siegzwang in die Hauptrunde gestartet, gewann aber in der Folge gegen Tschechien (37:27), Gastgeber Slowenien (31:24) und Ungarn (28:23). «Wir haben trotz aller Kritik bewiesen, dass wir zu den besten Mannschaften der Welt gehören und haben jetzt das Zeug zum Titel», sagte Baur.

Mit der Halbfinalteilnahme hat das deutsche Team bereits die direkte Qualifikation für die WM 2005 in Tunesien und die EM 2006 geschafft, deren Austragungsort im Frühling bekannt gegeben wird.

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