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04.01.2002

10:37 Uhr

Marine verlädt Schnellboote

Bundeswehr soll schnellstmöglich nach Kabul

Die rund 200 Bundeswehrsoldaten des Vorauskommandos sollen nach der Rückkehr der ersten Offiziere aus Afghanistan so schnell wie möglich nach Kabul aufbrechen. Das sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jochen Cholin, am Freitag in Berlin. Unterdessen setzte die Deutsche Marine mit der Verlegung weiterer Schiffe zur Unterstützung der Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" ihren bisher größten Flottenaufmarsch fort.

dpa BERLIN/WILHELMSHAVEN. Die aus Afghanistan zurückkehrenden Offiziere der Bundeswehr werden an diesem Samstag einen detaillierten Bericht über die Lage in Kabul abgeben. Dann werde Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) über das weitere Vorgehen und die Abreise die Vorauskommandos mit etwa 200 Mann entscheiden, sagte Cholin. Das Interesse an einem schnellen Einsatz sei hoch.

In Wilhelmshaven wurde am Freitag das erste von insgesamt fünf Schnellbooten auf ein Dockschiff verladen. Das Schiff soll in wenigen Tagen auslaufen und nach 20 Tagen das Einsatzgebiet in afrikanischen Gewässern erreichen, hieß es bei der Marine.

Zusammen mit den bereits am Mittwoch ausgelaufenen Fregatten sollen die Schnellboote vor der ostafrikanischen Küste am Horn von Afrika internationale Seewege sichern und Nachschubwege von Terroristen überwachen. Der Großteil der Crew von 220 Soldaten folgt den Schiffen später per Flugzeug. Insgesamt setzt die Marine zusammen mit unterstützenden Einheiten bis zu 1800 Soldaten in Marsch. Unter den Zeit- und Berufssoldaten sind auch mehrere Frauen, die überwiegend im Sanitätsdienst eingesetzt werden.

Mit dem ersten Schnellboot der "Gepard"-Klasse kamen Kran- und Tankwagen sowie Container an Bord des zivilen Dockschiffes "Condock". Auf das Spezialschiff kann die Ladung wie in ein Dock eingeschwommen werden.

Das zweite Transportschiff "Smit Explorer" nimmt in der kommenden Woche weitere vier Schnellboote auf. Die kleinen wendigen Boote sind für Einsätze in flachen Gewässern konzipiert. Die Verladung auf Transportschiffe war notwendig, da die Schnellboote nicht für die lange Anfahrt über 3000 Seemeilen (rund 5500 Kilometer) durch den Atlantik und das Mittelmeer ausgelegt sind.

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