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09.01.2001

15:05 Uhr

Marketing-Chef und Chief Financial Officer

Zwei führende Manager verlassen Bertelsmann Music Group

Der Medienkonzern bestätigte, dass Marketing-Chef Kevin Conroy und Chief Financial Officer Tom McIntyre künftig nicht mehr für die in New York ansässige Bertelsmann Music Group arbeiten werden.

Reuters HAMBURG/LONDON. Wenige Tage nach der Ernennung eines neuen Chefs wollen zwei führende Manager die Musiksparte von Bertelsmann verlassen. Wie der Medienkonzern am Dienstag bestätigte, werden Marketing-Chef Kevin Conroy und Chief Financial Officer Tom McIntyre künftig nicht mehr für die in New York ansässige Bertelsmann Music Group (BMG) arbeiten. Am Freitag war der ehemalige "Stern"-Chefredakteur Rolf Schmidt-Holtz zum CEO und President von BMG ernannt worden. Conroy und McIntyre gelten in Branchenkreisen als enge Vertraute der bisherigen BMG-Führung, die ihren Rückzug bereits im November angekündigt hatte.

Ursprünglich hätte der langjährige Musikmanager Rudolf Gassner Anfang des Jahres die Posten des CEO und President von Strauss Zelnick sowie die Position des Chairman von Michael Dornemann übernehmen sollen. Gassner war aber kurz vor Weihnachten an einem Herzinfarkt gestorben. Dornemann ist noch bis Mitte des Jahres BMG-Chairman. Über seine Nachfolge ist noch keine Entscheidung bekannt.

Fusionsgespräche vor dem Abschluss

Marketing-Chef Conroy und CFO McIntyre haben BMG-Mitarbeiter am Montag in Briefen über ihre Pläne unterrichtet, das Unternehmen zu verlassen. Es wird damit gerechnet, dass Conroy Ende des Monats gehen wird. McIntyre soll mit seinem Rückzug warten wollen, bis die Verhandlungen zwischen Bertelsmann und der britischen EMI über eine Fusion mit BMG zum größten Musikunternehmen der Welt abgeschlossen sind.

In Gütersloh wird mit einem Abschluss der Gespräche Ende Januar gerechnet. In Branchenkreisen gilt diese Einschätzung allerdings als optimistisch, weil mögliche kartellrechtliche Bedenken als wesentliche Hürde bei den Verhandlungen gelten.

Mit Conroy und McIntyre gehen Branchenkreisen zufolge die letzten BMG-Manager, die noch zum Kreis von Zelnick und Dornemann gezählt werden. Sie sollen ursprünglich Kritik an der kürzlich geschlossenen strategischen Allianz von Bertelsmann mit der umstrittenen Online-Musiktauschbörse Napster geäußert haben.

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