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08.01.2009

09:51 Uhr

Markt-Monitor

Kleinfelds missglückter Stimulus

VonJürgen Röder

Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld greift beim US-Aluminiumkonzern Alcoa hart durch. Er lässt Öfen stilllegen und entlässt zahlreiche Mitarbeiter. Doch der Aktie hilft das nicht - im Gegenteil.

Es ist das alte, populistische Klischee von Gewerkschaften und meist politisch linksstehenden Gegnern des Kapitalmarktes, wenn sie die angeblich "hässliche Fratze der Börse" kritisieren: "Das Unternehmen entlässt Mitarbeiter, und die Aktie steigt", lautet deren Vorwurf.

Man muss an dieser Stelle nicht ausführlich über Sinn und Unsinn dieses Vorwurfs diskutieren. Schließlich hoffen die Eigentümer mit ihren Aktienkäufen auf bessere wirtschaftlich Zeiten durch das Sparprogramm. Das Beispiel Alcoa zeigt aber auch, dass der Zusammenhang zwischen Stellenstreichung und steigendem Aktienkurs nicht zwangsläufig ist.

Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld will 13 500 Jobs im Unternehmen streichen und zahlreiche Aluminiumöfen stilllegen. Doch was macht die Aktie? Die verlor nach der Ankündigung an der US-Börse gestern mehr als zehn Prozent und notiert nur noch bei gut zehn Dollar. Damit hat das Wertpapier seit September rund zwei Drittel an Wert verloren.

Der deutliche Kursverlust als Reaktion auf die Sparankündigungen wiegt umso schwerer, da andere Rohstoffkonzerne gestern weniger verloren oder gar zugelegt haben. Offensichtlich sehen Investoren für den amerikanischen Aluminiumriesen Alcoa kein Licht am Ende des Tunnels.

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