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08.02.2001

08:00 Uhr

Marktbereinigung sei Unwort

Steuerzahlerbund: Verursacher von BSE müssen Rechnung bezahlen

Als "makaber" bezeichnet Karl-Heinz Däke, dass Verbraucher für geringeren Rindfleischkonsum mehr zahlen müssen.

ddp OSNABRÜCK. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) kritisiert den Streit von Bund und Ländern über die Aufteilung der Kosten für die Massentötung von Rindern und die Bekämpfung der BSE-Krise als «schlechten Witz». BdSt-Präsident Karl-Heinz Däke sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstagausgabe), es sei egal, ob EU, Bund oder Länder dafür aufkämen. Zahlen müssten immer die Steuerzahler und damit die Verbraucher. Es sei «makaber», dass die Verbraucher immer die Dummen seien und dafür zur Kasse gebeten würden, dass sie verständlicherweise ihren Rindfleischkonsum reduzierten.

Däke forderte die Politiker in Deutschland und Europa auf, die Verantwortlichen für die Rinderseuche haftbar zu machen und in Regress zu nehmen. Nicht die Steuerzahler, sondern die Verursacher müssten die Kosten tragen. Er halte die Massentötung von Rindern zumindest für voreilig, sagte Däke. Wenn jetzt die ganze Aktion auch noch mit dem Wort «Marktbereinigung» verharmlost werde, sei das schlichtweg unerträglich. «Marktbereinigung» sei für ihn schon jetzt das Unwort des Jahres 2001.

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