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04.06.2000

19:00 Uhr

ruk PALO ALTO. Nach Berichten aus den USA will Advanced Micro Devices (AMD) heute den Startschuss für eine neue Serie von Mikroprozessoren geben, die unter dem Kodewort "Thunderbird" (Donnervogel) entwickelt wurde. Da die schnelle Kupferversion des Chips in der AMD-Fertigungsstätten Nummer 30 in Dresden produziert werde soll, will der in Sunnyvale, Kalifornien ansässige Halbleiterkonzern die Gelegenheit nutzen und die neue Fabrik in Dresden offiziell einweihen.

Nach Angaben aus der Fachpresse im Silicon Valley ist "Donnervogel" eine erweiterte und verbesserte Version des Mikroprozessors Athlon. Mit diesem hat AMD wie berichtet nach einer längeren Durststrecke den Durchbruch gegen Marktführer Intel aus dem benachbarten Santa Clara geschafft. Die Vermarktung des neuen, schnellen Mikroprozessors ist auf Personalcomputer für Verbraucher und Firmenkunden im oberen Leistungsbereich ausgelegt.

Die Verarbeitungsgeschwindigkeit (Taktrate) des Chips soll daher in einem Bereich zwischen 750 Megahertz und einem Gigahertz oder höher liegen. Gerade in diesem Leistungsbereich herrscht derzeit eine gute Nachfrage am Markt. Trotz einer starken Ähnlichkeit mit den bisherigen Chips der Athlon-Familie ist der Neuling mit zwei besonderen Markmalen ausgestattet: Kupfer und einem integrierten Zwischenspeicher. Diesen Cachespeicher haben die bisherigen Athlon-Chips zwar auch. Er liegt hier in der Nähe des Prozessors - so zu sagen als "Beipack".

Mit dem "Thunderbird" betritt AMD offiziell die Bühne der Produzenten, die auf schnellere Leiterbahnen aus Kupfer anstelle von Aluminium setzen. Dies wurde durch besondere Isolierverfahren möglich. Wegbereiter der "Kupfer-Chips" ist IBM, während Intel sich zu diesem Thema eher zögerlich zeigte. Die Kupfer-Version der neuen Chipserie soll in Dresden gefertigt werden, eine Aluminiumvariante in Austin, Texas.

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