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21.01.2002

19:00 Uhr

Marktführer beugt sich dem Druck

T-Mobile behält SMS-Tarife bei

Die Proteste von Politikern und Verbraucherschützern haben gewirkt: Der Mobilfunkmarktführer T-Mobile macht einen Rückzieher bei dem Plan, die Preise für kurze Textnachrichten (SMS) zu vereinheitlichen und damit teilweise von 0,08 auf 0,19 Euro zu erhöhen.

slo/vwd DÜSSELDORF. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, bleiben die alten Tarife auch für Neukunden bestehen. Parallel dazu werden ab 1. Februar die neuen Tarife mit dem SMS-Preis von 0,19 Euro eingeführt.

Politiker verschiedener Parteien haben die ursprünglich geplanten Tarifänderungen von T-Mobile scharf kritisiert. Verbraucherschutzministerin Renate Künast wollte drastische flächendeckende Preiserhöhungen bei SMS notfalls per Gesetz verhindern.

Die meisten Mobilfunkgesellschaften lassen ihre Preise für die Kurzbotschaften unverändert. Bei Vodafone D2, E-Plus, Viag Interkom, Quam und Mobilcom hieß es gestern: Höhere SMS-Tarife seien derzeit nicht geplant. Leicht veränderte Preise könnten sich aber im Frühjahr ergeben, schränkte E-Plus ein, wenn die aktuellen Gebühren an den Euro angepasst würden. Der Mobilfunk-Dienstleister Debitel hat die SMS-Preise für neue Kunden dagegen zum 15. Januar von 0,12 auf 0,19 Euro erhöht, weil die Großhandelspreise gestiegen sind.

Die Kurznachrichten sind vor allem bei Jugendlichen populär. Mehr als 50 Millionen SMS werden täglich allein in Deutschland verschickt. Bei den Mobilfunknetzbetreibern machen sie einen Umsatzanteil von 10 bis 15 % aus. Die Gewinnmargen liegen vergleichsweise hoch und reichen bis zu 85 % beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen.

Entwickler tüfteln bereits an technischen Standards, um die Möglichkeiten von SMS zu erweitern. Künftig sollen Bilder und Texte in einer Kurznachricht miteinander kombiniert werden. Der Name: MMS (Multimedia Messaging Service).

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