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22.04.2003

16:08 Uhr

Marktumfeld bleibt weiter schwierig

Instinet will Kosten weiter senken

Die mehrheitlich zum Nachrichten- und Informationskonzern Reuters gehörende Instinet Group hat nach einem erneuten Quartalsverlust weitere Kostensenkungen in Aussicht gestellt.

Reuters NEW YORK. Im ersten Vierteljahr sei der Netto-Fehlbetrag mit 34 Mill. Dollar etwas unter dem Vorjahresniveau von 35 Mill. Dollar geblieben, teilte der Betreiber der gleichnamigen elektronischen Handelsplattform am Dienstag in New York mit. Angesichts der weiter schwachen Verfassung der Aktienmärkte sank der Erlös um knapp 11 Prozent auf 240 Mill. Dollar. Instinet-Aktien kletterten im frühen Handel gegen den Markttrend um 2,1 Prozent auf 3,45 Dollar.

"Wir bewegen uns in einem sehr schwierigen Marktumfeld", erklärte Finanzchef John Fay. Das Unternehmen werde sich daher weiter auf Kostensenkungen konzentrieren, um das Ergebnis zu verbessern. Im März hatte Instinet bereits den Abbau von 175 Stellen oder 12 Prozent der Belegschaft angekündigt.

Das Netto-Ergebnis bei Instinet entsprach einem Verlust von 10 Cent je Aktie. Proforma gerechnet - ohne Sonderbelastungen im Zusammenhang mit Kostensenkungen, Beteiligungsgewinnen oder-verlusten und anderen Einmalposten - lag der Verlust bei 2 Cent je Aktie. Analysten hatten im Durchschnitt 4 Cent erwartet. Über Instinet wurden im ersten Quartal 31,5 Milliarden US-Aktien gehandelt. Dies waren mehr als doppelt soviel wie vor einem Jahr, aber 14 Prozent weniger als im vierten Quartal 2002

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Instinet betonte, das Marktvolumen sei im ersten Quartal 2003 insgesamt rückläufig gewesen. Zudem habe es drei Handelstage weniger gegeben als im Schlussquartal 2002.

Instinet und andere Plattform-Betreiber versuchen seit einiger Zeit, mit Preissenkungen dem rückläufigen Handelsvolumen im Zuge der Aktienmarktschwäche zu begegnen. Dies drückt jedoch auf die Margen der Unternehmen. Auch Instinet-Mutterkonzern Reuters bekam im ersten Quartal die Finanzmarktschwäche erneut zu spüren. Die regelmäßigen Einnahmen im Kerngeschäft des Unternehmens fielen nach früheren Angaben um mehr als 9 Prozent. Für das Gesamtjahr prognostizierte Reuters in der vergangenen Woche einen noch etwas stärkeren Erlösrückgang.

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