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15.01.2001

14:47 Uhr

vwd/apa WIEN. Das Investmenthaus Lehman Brothers untergewichtet in seinem internationalen Musterportfolio weiterhin US-Aktien. Maßgeblich dafür sei die deutlich gestiegene Volatilität des Marktes, die nicht durch entsprechende Risikoprämien in der Bewertung kompensiert werde. Der S&P-500 Index weise mittlerweile eine höhere Volatilität auf, als jeder andere entwickelte Aktienmarkt, heißt es in einer aktuellen Lehman Brothers-Analyse. Die hohe Gewichtung der volatilen New Economy-Aktien in den US-Indizes sei dabei nur einer der Gründe für das gestiegene Risiko.

Tatsächlich liege der Anteil der Sektoren Technologie-Medien-Telekom (TMT) in den USA mit 31 % an der Gesamtmarktkapitalisierung deutlich über dem entsprechenden Wert in Kontinentaleuropa (19 %). Die Zunahme der Volatilität könne aber nicht auf die Berg- und Talfahrt der New Economy-Aktien allein zurückgeführt werden. Vielmehr werde außerhalb des TMT-Sektors ein noch größerer Anstieg gemessen. Lehman Brothers-Analyst Joseph Rooney interpretiert diese Marktvolatilität als Symptom des ebenfalls relativ volatilen US-Konjunkturzyklusses.

Bereits in den späten 70er Jahren sei der US-Markt ähnlich volatil gewesen. Die Volatilität der US-Aktienbörsen habe in dieser Phase jene in Japan und Europa deutlich überflügelt. Damals seien Investoren jedoch mit einer Bewertungsprämie und entsprechendem Gewinnpotenzial für dieses Risiko belohnt worden, d.h. US-Aktien seien fundamental günstiger bewertet gewesen als jene anderer Märkte. Eine ähnliche Risikoprämie sei in der gegenwärtigen Situation jedoch nicht auszumachen.



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