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25.01.2003

14:10 Uhr

Martina Ertl in WM-Form: Platz 3 im Riesenslalom

Anja Pärson gewinnt in Maribor

Martina Ertl ist nach mehr als zweijähriger Durststrecke endgültig wieder in der absoluten Weltspitze im Riesenslalom angekommen und hat mit ihrem dritten Platz von Maribor sogar Ansprüche auf eine WM-Medaille angemeldet.

HB/dpa MARIBOR. Eine Woche vor der Weltmeisterschaft in St. Moritz erreichte die Lenggrieserin bei der Generalprobe für den Saisonhöhepunkt ihr bestes Riesenslalom-Resultat seit ihrem Sieg von Sölden im Oktober 2000. "Das ist so super. Ich bin einfach happy. Ich wollte ein gutes Ergebnis und habe auch im zweiten Lauf alles gegeben. Es ist ein schönes Gefühl, wieder auf dem Stockerl zu stehen", sagte die 29-Jährige am Samstag.

In 2:26,26 Minuten lag Martina Ertl 1,63 Sekunden hinter der souveränen Siegerin Anja Pärson. Die Schwedin triumphierte in 2:24,63 wie in der Vorwoche beim Riesenslalom von Cortina d'Ampezzo und fährt nach ihrem insgesamt vierten Saisonerfolg als große Favoritin nach St. Moritz. Auf den zweiten Platz kam die junge Österreicherin Nicole Hosp (2:25,85). Karen Putzer aus Italien verteidigte als Fünfte ihre Führung in der Riesenslalom-Weltcupwertung (384 Punkte) und machte als Zweite im Gesamtweltcup (790) ein paar Zähler auf die weiter klar führende Janica Kostelic (1262) gut. Die Kroatin blieb wie in den Vorjahren bei ihrem "Heimrennen" als 17. weit hinter den Erwartungen.

Martina Ertl entfuhr im Ziel vor Glück ein lauter Jubelschrei. Noch vor einem Jahr hatte sie in ihrer Lieblings-Disziplin den Anschluss an die Spitze verloren gehabt und war aus den besten 50 der Weltrangliste gerutscht. Als Symbolfigur der deutschen Krise im Riesenslalom musste sie viel Kritik einstecken. Nun kann sich die Olympia-Zweite von 1994 auch in ihrer einstigen Parade-Disziplin berechtigte Hoffnungen auf ihre insgesamt siebte Medaille bei einem Großereignis machen. Im Riesenslalom-Weltcup schob sich Martina Ertl mit 180 Punkten als Neunte seit langem wieder unter die Top Ten. Im Gesamtweltcup nimmt sie mit 609 Punkten weiter den sechsten Rang ein.

Für Hilde Gerg lohnte sich der letzte Praxis-Test neun Tage vor ihrem ersten WM-Start im Super-G hingegen nicht. Erst zum zweiten Mal seit dem Saisonauftakt in Sölden am 26. Oktober trat die Lenggrieserin in diesem Winter in dem von ihr ungeliebten Riesenslalom an und verpasste in 1:15,80 als 33. den zweiten Durchgang um 0,43 Sekunden. Nach ihrem Kreuzbandriss Anfang Dezember und dem hoffnungsvollen Comeback in den schnellen Disziplinen hatte die große deutsche Medaillen-Hoffnung in Abfahrt und Super-G das Rennen aber ohnehin nur als bessere Trainingseinheit eingeplant.

Auf der wegen warmer Temperaturen immer schlechter werdenden Piste erging es den anderen deutschen Fahrerinnen noch schlechter.

Annemarie Gerg (1:16,21) aus Lenggries als 39. und Kathrin Hölzl (1:18,42) aus Bischofswiesen auf Rang 58 fuhren deutlich an den Weltcup-Punkten vorbei. Nesthäkchen Maria Riesch kam nicht ins Ziel.

Da der DSV im Riesenslalom kaum Alternativen hat, dürfte die 18 Jahre alte Schülerin aus Partenkirchen bei der WM einen Startplatz in der technischen Disziplin aber dennoch sicher haben.

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