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08.01.2003

11:55 Uhr

Masse der Beschäftigten zählt nicht zu Großverdienern

Stichwort: Öffentlicher Dienst

Mit etwa 4,8 Millionen Beschäftigten - einschließlich Soldaten - ist der öffentliche Dienst der wichtigste Arbeitgeber in Deutschland.

HB/dpa HAMBURG. Die größte Gruppe sind rund 2,48 Millionen Angestellte und Arbeiter im "unmittelbaren" öffentlichen Dienst von Bund, Ländern und Gemeinden. Zum "mittelbaren" öffentlichen Dienst mit 490 000 Beschäftigten zählen unter anderem die Sozialversicherung, die Arbeitsämter und früher staatliche Krankenhäuser. Die Bezüge der 1,66 Millionen Beamten und Richter werden per Gesetz geregelt. Bei den anstehenden Tarifverhandlungen geht es um die Einkommen von 2,319 Millionen Angestellten und 651 000 Arbeitern.

Die Masse der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zählt nicht zu den "Großverdienern". Etwa 46 % sind in den unteren und mittleren Einkommensgruppen beschäftigt. Die 2,9 Millionen Vollzeitkräfte verdienten im früheren Bundesgebiet Mitte vergangenen Jahres durchschnittlich 2 690 ? brutto, die Bezüge im Osten lagen bei 2 420 ?.

Das Spektrum der Berufe reicht vom Kanalarbeiter und Müllmann über die Krankenschwester bis zum Ministeriumsmitarbeiter. Weil der öffentliche Dienst nicht Konkurs gehen kann, gelten die Jobs als sicher. Beamte können grundsätzlich überhaupt nicht gekündigt werden, die anderen Mitarbeiter genießen ab dem 40. Lebensjahr einen weit reichenden Kündigungsschutz. Weil frei werdende Stellen nicht mehr besetzt und Staatsbetriebe wie Bahn und Post privatisiert wurden, ist der öffentliche Dienst im letzten Jahrzehnt um fast zwei Mill. Stellen geschrumpft.

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