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16.01.2003

11:08 Uhr

Massiver Absatzrückgang beim G4

Apple Deutschland übt sich in Optimismus

Trotz eines konzernweit eher schwachen Abschneidens des US-Computerherstellers Apple im Weihnachtsquartal ist Deutschlandchef Frank Steinhoff mit dem Geschäftsverlauf in der Bundesrepublik zufrieden. Eine durchgreifende Belebung der Nachfrage hält der Manager im Schlussquartal des im September endenden Geschäftsjahres 2002/03 für möglich.

Reuters MÜNCHEN. "Ich sehe in Deutschland zur Zeit erste positive Zeichen", sagte Steinhoff am Donnerstag im Interview mit Reuters, ohne aber Verkaufs- oder Umsatzzahlen zu nennen. "Um richtig zu wachsen, muss natürlich auch die Stammkundschaft wieder in Kauflaune kommen", fügte er mit Blick auf die typische Apple-Klientel - also etwa Werbeagenturen - hinzu. "Die große Masse erwarte ich im vierten Quartal 2002/03 oder im Auftaktquartal des kommenden Geschäftsjahres."

Allerdings müsse hierfür auch die Konjunktur in Deutschland anspringen, erklärte Steinhoff. Der kalifornische Computerhersteller hatte in Deutschland nach eigenen Angaben im Schlussquartal 2001/02 einen Marktanteil von 2,5 Prozent. Apple hatte am Mittwochabend nach US-Börsenschuss wegen schwacher Verkaufszahlen und Sonderaufwendungen für die Restrukturierung das zweite Quartal in Folge einen Nettoverlust verbucht. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar und lag damit leicht unter den Erwartungen der Analysten. In Europa ging der Quartalsumsatz um drei Prozent auf 351 Millionen Dollar zurück, während die Zahl verkaufter Computer um sechs Prozent auf 202.000 Einheiten sank.

Dies resultiere vor allem aus einem massiven Absatzrückgang bei dem hauptsächlich von professionellen Anwendern genützten Power Mac G4, erläuterte Steinhoff. Hier mache sich der Umstand bemerkbar, dass das Layout-Programm "QuarkXPress" nach wie vor nicht für das aktuelle Apple-Betriebssystem MacOS X verfügbar sei. Die anderen Produkte wie der iMac oder das iBook seien aber gut gelaufen.

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