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21.02.2002

13:14 Uhr

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Matsushita kündigt erneut höhere Verluste an

Wegen der Schwäche der IT-Branche hat der japanische Elektronikkonzern Matsushita Electric Industrial seine bereits schwache Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2001/02 (zum März) erneut nach unten korrigiert.

rtr TOKIO. Der Konzern halte aber an seinen Plänen für 2002/03 fest, den Umsatz um fünf Prozent zu steigern und beim operativen Gewinn wieder in etwa auf das Vorjahresniveau von 188 Mrd. Yen zu kommen, teilte Matsushita am Donnerstag in Tokio mit.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Matsushita nunmehr einen Rekordverlust von 438 Mrd. Yen (rund 3,8 Mrd. ?), teilte der Konzern mit. Bereits im Oktober hatte das japanische Unternehmen einen konsolidierten Netto-Verlust für 2001/02 von 265 Mrd. Yen in Aussicht gestellt - dies wäre bereits der höchste Verlust der Firmengeschichte gewesen - nach einem konsolidierten Netto-Gewinn von 41,5 Mrd. Yen im Vorjahr. Herbe Verluste im Handy-Geschäft und bei elektronischen Komponenten in Folge der Brancheschwäche und dem lahmenden Geschäft mit neuen Produkten würden den konsolidierten Netto-Verlust im Gesamtjahr nun sogar auf etwa 438 Mrd. Yen hoch treiben, hieß es. Auch das Programm für den vorgezogenen Ruhestand von Mitarbeitern schlage teuer zu Buche. Matsushita werde allein für den Abbau seiner Belegschaft um neun Prozent 166 Mrd. Yen außergewöhnliche Belastungen ausweisen.

Zu den angekündigten Rekordverlusten erklärte die Unternehmensleitung: "Diese Ergebnisse sind ein Schritt hin zu einer schnellen Erholung." Grund für die gestiegenen Verluste sei auch die Tatsache, dass Matsushita rund die Hälfte seines Umsatzes im heimischen, angeschlagenen Markt erziele. "Das Handy-Geschäft war dieses Jahr selbstzerstörerisch und hat die ganze Gruppe nach unten gezogen", fügte die Unternehmensleitung hinzu. Mit neuen Produkten und Kostensenkungen wolle Matsushita im Geschäftsjahr 2002/03 aber die gesetzten Ziele für Umsatz und Gewinn erreichen.

Besser läuft es offenbar beim heimischen Konkurrenten Sony. Dieser hatte erst im vergangenen Monat trotz der schwachen Elektronik-Branche in Japan seine Gewinnprognosen für das Gesamtjahr erhöht.

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