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23.02.2003

14:32 Uhr

Max Rauffer verletzt

Eberharter dominiert Garmischer Weltcup-Rennen

Stephan Eberharter hat die alpine Weltmeisterschafts-Revanche in Garmisch-Partenkirchen dominiert. Der 33-jährige Österreicher baute mit dem Sieg in der von vielen Stürzen begleiteten Abfahrt und Platz zwei im Super-G seinen Vorsprung im Gesamt-Weltcup weiter aus. Der Titelverteidiger hat bei noch neun ausstehenden Rennen 185 Punkte Vorsprung auf Bode Miller (USA). "Das war ein Super-Wochenende. Jetzt bin ich natürlich in einer guten Position", sagte Eberharter.

Stephan Eberharter. Foto: dpa

Stephan Eberharter. Foto: dpa

HB/dpa GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Am Samstag hatte Eberharter die schwerste Abfahrt der Saison gewonnen und sich damit vorzeitig den Weltcup in der alpinen Königsdisziplin gesichert. Auf der eisigen Kandahar-Piste lag er in 1:55,68 Minuten vor dem Schweizer Didier Cuche (1:56,75) und Daron Rahlves (USA/1:56,98). "Ich bin froh, dass ich heil und schnell im Ziel stehe", sagte Eberharter und meinte die extrem schwierigen Pistenverhältnisse. "Das war brutal, der schlimmste Hang, den ich in diesem Winter fahren musste", pflichtete ihm Bode Miller bei. Weltmeister Michael Walchhofer (Österreich) stürzte ebenso wie zahlreiche andere Spitzenfahrer.

Die Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV) konnten sich selbst bei ihrem Heimrennen nicht in Szene setzen. Lediglich Stefan Stankalla (Partenkirchen) fuhr als 22. im Super-G in die Weltcup- Punkte. Max Rauffer (Leitzachtal) stürzte in der Abfahrt und verletzte sich am linken Knie. Die eingesetzten Nachwuchsfahrer waren auf der schwierigen Abfahrts-Piste noch überfordert und belegten mit mehr als sechs Sekunden Rückstand die letzten Plätze.

Für Johannes Stehle (Obermaiselstein/37.), Stephan Keppler (Ebingen/38.), Lokalmatador Peter Strodl (Partenkirchen/39.) und Martin Kraus (Hausham/40.) war das Erreichen des Ziels schon Bewährung genug. Im Super-G waren die Rückstände zwar geringer, dafür die Platzierungen höher: Martin Kraus gewann nach zwei Disqualifikationen als 46. 3,11 Sekunden hinter dem Sieger den Vergleich des deutschen Nachwuchses.

Max Rauffer muss nach seinem Sturz in der Abfahrt sogar um die Fortsetzung seiner Karriere bangen. Der 30 Jahre alte Leitzachtaler zog sich eine schwere Knieverletzung zu und wird am Montag mittels einer Kernspintomographie in München genauer untersucht. Es besteht der Verdacht einer Kreuzbandverletzung im linken Knie oder einer Beschädigung des Schienbeinkopfs.

In der Ausfahrt der Fis-Schneise verlor Rauffer auf der glatten Piste wie auch viele andere Weltklasse-Fahrer das Gleichgewicht und raste in die Fangnetze. Damit blieb ihm das Pech treu. Anfang November brach sich der ohnehin Verletzungsgeplagte Rauffer das Handgelenk, bei der WM in St. Moritz zog er sich eine schwere Ellenbogen-Prellung zu.

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