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25.07.2000

14:02 Uhr

dpa HAMBURG. Die Sponsoring-Ausgaben der Unternehmen werden in den nächsten fünf Jahren weiter deutlich zulegen. Im Jahre 2005 werden in Deutschland angesiedelte Firmen rund 6,8 Mrd. DM ausgeben, um mit ihrem Namen Sportveranstaltungen, TV- und Hörfunksendungen sowie Internetauftritte oder Kulturereignisse ganz oder teilweise zu finanzieren. In diesem Jahr werden die Investitionen mit 4,8 Mrd. DM angegeben. Dies ergab eine Befragung von 256 Experten von Unternehmen und Marketingagenturen für die neue Studie "Sponsor Visions".

Einen starken Anstieg erwarten die Fachleute im Bereich Sport und Medien, während Kultur-, Sozio- und Öko-Sponsoring stagnieren werden. Im Sportsektor, in den mit 2,9 Mrd. DM in diesem Jahr bereits der Löwenanteil der Sponsoringausgaben fließt, wird im Jahr 2005 mit einer Größenordnung von 3,9 Mrd. DM gerechnet. Die Medien, derzeit mit 900 Mill. DM jährlich gesponsert, legen nach den Einschätzungen auf 1,5 Mrd. DM zu. Das Internet gilt dort als größter Hoffnungsträger. Aber auch die klassischen TV-Sender, bei denen die Werbepausen fast ausgelastet sind, und das Pay-TV hätten Nachholbedarf. Kino und Printmedien stehen danach hintenan.

Im Sport setzen die Experten auch künftig auf die Zugpferde Formel-1 und Fußball. Groß im Kommen sind auch die Fun- und Trendsportarten, von denen 74 % der Befragten glauben, sie würden stark zulegen. Im Kulturbereich sind künftig für die Unternehmen Pop- und Rockkonzerte die attraktivsten Veranstaltungen, auf denen das Firmen-Logo präsentiert werden könnte. Theater und Musicals lohnen sich für die Investoren weniger. "Generell gilt: Nur wer seine Aktivitäten vernetzt und beispielsweise verschiedene Medien für seine Sponsoring-Investitionen nutzt, kann davon ausgehen, dass seine Marke im Gedächtnis der Verbraucher bleibt", sagte am Dienstag Peter Strahlendorf, Herausgeber der Studie "Sponsor Visions".

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