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02.08.2000

15:42 Uhr

dpa HAMBURG. Berlin, Hamburg, München und Köln sind die führenden Medienzentren in Deutschland. Wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des BAW Instituts für Wirtschaftsforschung (Bremen) hervorgeht, führt Berlin (1998: 51 200 Beschäftigte) in der Medienwirtschaft vor Hamburg (51 100), München (49 800), Köln (31 900) und Frankfurt (28 000). Beim Beschäftigungsanteil liegt jedoch Köln (4,68 %) vor München (4,37 %), Hamburg (3,62 %) und Frankfurt (3,30 %). Berlin folgt dabei mit 2,29 % erst an neunter Stelle.

Nach der Studie gibt es erhebliche regionale Besonderheiten: Die Branche Radio/Fernsehen ist besonders stark in Köln (unter anderem RTL und WDR) konzentriert. München weise eine Spezialisierung im Bereich EDV/Software auf, während in der Werbung Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg führend sind. Die Filmbranche besitze die größte Beschäftigungskonzentration im Medienbereich. Rund 42 % aller Beschäftigten haben danach ihren Arbeitsplatz in Berlin, München, Hamburg und Köln.

Die Medienwirtschaft ist nach Einschätzung der Studie im Übergang zur Informationsgesellschaft ein wesentlicher Träger zukünftiger Beschäftigungsentwicklung. Allein in der Multimedia-Branche werden bis 2002 rund 350 000 zusätzliche Arbeitsplätze erwartet. Trotz des leistungsfähigsten Telekommunikationsnetzes habe Deutschland gegenüber den angelsächsischen Ländern und Skandinavien im Bereich der Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnik einen Rückstand von drei bis vier Jahren.

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