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01.04.2003

14:06 Uhr

Meerenge soll vor Anschlägen geschützt werden

Deutschland schickt keine Schiffe nach Gibraltar

Die Bundeswehr wird nach Angaben des Verteidigungsministeriums keine Schnellboote zu dem von den USA gewünschten Einsatz in der Meerenge von Gibraltar zum Schutz vor Anschlägen auf Schiffe entsenden.

Reuters BERLIN. Ein Sprecher des Ministeriums sagte am Dienstag in Berlin: "Die Bundeswehr wird ihr Kontingent in der Nato-Operation 'Active Endeavour' nicht aufstocken." Sie beteilige sich wie bisher mit einer Fregatte an dem Einsatz im östlichen Mittelmeer. "Die Beteiligung von Marine-Schnellbooten an der Ausweitung der Operation auf die Straße von Gibraltar ist von der Bundesregierung geprüft worden", sagte der Sprecher weiter. "Eine Beteiligung findet nicht statt, weil (das notwendige Kontingent) durch den Beitrag anderer Nationen gebildet wird." Welche Nationen dies sind oder andere Details nannte der Sprecher nicht.

Die US-Bitte um die Ausweitung des Einsatzes "Active Endeavour" (aktives Bemühen) auf die Meerenge zwischen der iberischen Halbinsel und Afrika zielt auf den Schutz der Seefahrt vor Anschlägen. "Active Endeavour" soll den Einsatz "Enduring Freedom" gegen internationalen Terorismus unterstützen, an dem Deutschland sich unter anderem mit Marineeinheiten am Horn von Afrika beteiligt.

Die Nato-Staaten hatten sich Anfang Februar auf verstärkte Patrouillen in der Straße von Gibraltar durch Nato-Schiffe verständigt. Diplomaten hatten erklärt, dadurch könne die in Neapel stationierte 6. Flotte der USA entlastet und für andere Aufgaben frei werden. Ein Zusammenhang mit dem Irak-Krieg wurde offiziell nicht hergestellt.

Das Verteidigungsministerium hatte am Wochenende bestätigt, dass es die Anfrage prüfe. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge ging es dabei um die Entsendung von drei Raketenschnellbooten.

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